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Holtensne und Boitzum sollen wachsen

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11:40 27.09.2019
Südlich der Kreisstraße 205 könnte bei Holtensen nach dem Wunsch des Ortsrats eine neue Bebauung entstehen, um den Ort zu entwickeln.   Quelle: Anne Brinkmann-Thies
Holtensen/Boitzum

Der Wunsch, in Boitzum und Holtensen neue Bauplätze zu schaffen, beschäftigt den Ortsrat schon lange. Jetzt hat das Gremium Nägel mit Köpfen gemacht, um die eigene Entwicklung der beiden Dörfer voranzubringen. Einstimmig plädierten die Mitglieder dafür, in beiden Orten ein Bauleitplanverfahren für je eine Fläche von der Stadtverwaltung auf den Weg bringen zu lassen.

Baugebiet langfristig entwickeln

In Holtensen soll ein Baugebiet südlich der Kreisstraße entstehen. „Wir hätten dann die Möglichkeit, dieses Gebiet langfristig zu entwickeln“, erklärte der CDU-Fraktionsvorsitzende Jonas Pinkerneil. Von Ortsschild zu Ortsschild soll ein Streifen als Bauland ausgewiesen werden, damit auch in Holtensen Bauwillige zum Zuge kommen. Diese Neuansiedlung würde auch das Ortsbild nicht verändern. Es gebe keine Bauplätze, aber auch keinen Leerstand.

Wer eigene vier Wände haben möchte, müsse fortziehen, so Pinkerneil. Die Fläche längs der Kreisstraße sei die einzige Möglichkeit, in Holtensen Bauland zu entwickeln, sagte Benjamin Moß (SPD). Von ihm stammte auch der Vorschlag, vom Ortsschild im Westen bis zum Ortsschild im Osten eine Bebauungsreihe ausweisen zu lassen.

Bauland südöstlich Zur Finie

In Boitzum fehlt ebenfalls bauliches Entwicklungspotenzial. Dort soll auf Vorschlag des stellvertretenden Ortsbürgermeisters Christian Deiters (CDU) der südöstliche Bereich der Straße Zur Finie zu Bauland werden.

Bereits im Januar 2017 hatte der Ortsrat die Verwaltung um die Prüfung möglicher Bauplätze gebeten. Auch ein Baulückenkataster hätte das Gremium gerne gehabt. Passiert sei in mehr als zweieinhalb Jahren nichts, sagte Ortsbürgermeister Heinrich Freimann (CDU): „Still ruhte der See.“ Akribisch hatte die CDU-Fraktion noch einmal alle Ortsratssitzungen und Anträge seit Januar 2017 zusammengetragen, um den schleppenden Prozess zu dokumentieren.

Der Ortsrat vermisste in den vergangenen zweieinhalb Jahren sowohl Stellungnahmen der Verwaltung als auch generell Transparenz bei dem Thema, waren sich die Mitglieder einig. Nun aber wollte das Gremium nicht länger warten. Um „die Kuh vom Eis zu kriegen“, wie Freimann sagte, wählten sie selbst Flächen aus, die für eine Entwicklung zu Bauland geeignet sind.

 

Von Anne Brinkmann-Thies