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Kinder schmieden Glücksbringer

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11:39 08.10.2019
Jette gestaltet mit Schmied Siegmund Kupka ein Herz aus Metall. Quelle: Saskia Helmbrecht
Eldagsen

„Jeder ist seines Glückes Schmied“ lautet eine bekannte Redewendung. Auf Siegmund Kupka aus Eldagsen trifft das gleich doppelt zu: Der 42-Jährige hat gemeinsam mit Kindern kleine Glücksbringer geschmiedet, um auch den Jüngsten das Handwerk näherzubringen.

Vor 13 Jahren mit Schmiedekunst begonnen

Vor 13 Jahren hat der Eldagser mit der Schmiedekunst begonnen und bietet in seiner Schmiede in der Nähe von Dörpe Kurse an. Allerdings ist er mit seinem Werkzeug auch mobil unterwegs, etwa in Schulen oder auf Kindergeburtstagen. „Es ist wichtig, den Kindern die Möglichkeit zu geben, etwas auszuprobieren, das müsste man viel mehr machen, um sie aufs spätere Berufsleben vorzubereiten. Die Praxis fehlt“, ist Kupka überzeugt. Ziel sei es daher, dass die Kinder neue Erfahrungen sammeln können. Auf Dauer könnte sich Kupka vorstellen, eine Schulhofschmiede aufzubauen. „Daran arbeiten wir noch, immerhin braucht es ja nicht viel zum Schmieden.“ Im Rahmen des Ferienprogramms konnten die Hortkinder der DRK-Kita Hermann Haertel jetzt schon einmal ausprobieren, wie man kleine Herzen, Ringe oder Ketten aus Metall herstellt.

Kinder lernen, was das Handwerk mit dem Hammer ausmacht

Gleichzeitig sollen die Kinder lernen, was Handwerk eigentlich ausmacht, sagt Erzieherin Monica Jordine. „Wir legen bei den Projekten vor allem Wert auf Partizipation.“ Finanziert wurde das Angebot vom Kita-Förderverein.

Kupka hat das Handwerk bei Andreas Rimkus kennengelernt und sich später selbstständig gemacht. Der 42-Jährige ist gelernter Metallbauer, hat aber auch schon als Zimmermann gearbeitet, bevor er eher durch Zufall zum Schmieden kam.

Während des Workshops durften die Kinder selbst zum Hammer greifen, um gemeinsam mit Kupka kleine Kunstwerke zu gestalten. „Die pädagogische Arbeit geht eben auch über die Kita hinaus und die Kinder sind von der Aktion begeistert“, so Jordine. Ziel des Horts ist es, enger mit den künftigen Schulanfängern zusammenzuarbeiten und gemeinsam Projekte auf die Beine zu stellen.

Von Saskia Helmbrecht