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Nachrichten Regiobus siedelt 20 Mitarbeiter um
Umland Springe Nachrichten Regiobus siedelt 20 Mitarbeiter um
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00:16 02.01.2015
Das verkohlte Gerippe eines Linienbusses: Von den Fahrzeugen sind nur Fragmente übrig geblieben. Quelle: Marita Scheffler
Eldagsen

„Wir haben mehrere Fahrer und Busse umgelagert“, erzählt Unternehmenssprecher Tolga Otkun.

Sieben Fahrzeuge sind auf den Üstra-Betriebshof in Hannover-Döhren umgezogen, auch die anderen Regiobus-Standorte haben Zuwachs bekommen. Alle Touren, die in einem der Springer Stadtteile beginnen, sollen in Eldagsen bleiben. Bei den anderen wird eine Verlegung geprüft. „Das ist ein enormer logistischer Aufwand“, sagt Otkun. „Wir wollen keine unnötigen Wege produzieren.“

In der Nacht zum 26. Dezember ist ein Regiobus-Betriebshof in Eldagsen in Flammen aufgegangen. 20 bis 30 Busse wurden zerstört.

In Eldagsen befindet sich der größte der fünf Firmenstandorte. Vom Loffenkamp aus wird der gesamte südliche Raum der Region Hannover bedient – das Gebiet umfasst neben Springe auch Barsinghausen, Ronnenberg, Wennigsen, Gehrden, Pattensen und Hemmingen.

Weil die Zentrale so wichtig ist – die anderen Standorte aber auch ausgelastet sind – sollen so viele Verwaltungskräfte, Techniker und Fahrer wie möglich in Eldagsen bleiben.

„Von den 160 Mitarbeitern mussten bislang nur 20 abgezogen werden“, so Otkun. Ändern kann sich das von Tag zu Tag: In den Büros funktionierte gleich nach dem Feuer die Heizung nicht – der Schaden hat sich reparieren lassen, die Räume sind wieder nutzbar. Die Werkstatt war zwischenzeitlich gesperrt, darf nun aber wieder betreten werden. Schlechter sieht es für den Bremsenprüfstand aus, der sich zwischen der Werkstatt und dem zerstörten Gebäudetrakt mit Waschanlage und Lackiererei befindet: Die Statik bereite Probleme, sagt Otkun.

Einige Arbeiten können am Standort deshalb nicht mehr erledigt werden: „Wir sortieren noch, was überhaupt möglich ist.“ Bei dem Brand sind 23 Fahrzeuge in Flammen aufgegangen – das entspricht knapp einem Zehntel der Flotte. Das Unternehmen wird den Ausfall auch dadurch kompensieren, dass weniger ausgemusterte Fahrzeuge verkauft werden. 13 Busse sollten eigentlich im Januar veräußert werden. Allerdings: Ein Teil des Angebots war für Subunternehmer bestimmt. „Halten wir uns nicht an die Absprache, schneiden wir uns in unser eigenes Fleisch“, sagt Otkun.  Er ist aber überzeugt: „Wir kriegen das hin. Irgendwie.“

 Von Marita Scheffler

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