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Umland Springe Nachrichten Regiobus braucht nach Feuer einen Notfahrplan
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00:16 29.12.2014
Von Tobias Morchner
Wracks in Reih und Glied: Das Großfeuer hat von den Bussen in der Halle nur die stählernen Skelette übrig gelassen.  Quelle: Uwe Dillenberg
Springe

Der Tag nach dem Großbrand im Depot von Regiobus im Springer Ortsteil Eldagsen: Während Brandexperten nach der Ursache des verheerenden Feuers suchen, stehen Unternehmensleitung und Fahrplanexperten vor einer schwierigen Aufgabe: Sie treffen sich am Sonnabend zu einer Krisensitzung, wie Sprecher Tolga Otkun mitteilt.

Dabei soll für die kommenden Tage und besonders mit Blick auf den Schulbeginn nach den Weihnachtsferien der Fahrplan neu geordnet werden. 23 der 70 Busse im Depot sind zerstört - das sind immerhin rund 10 Prozent der Regiobus-Flotte. Die zerstörten Regiobusse sind nicht bis zum ersten Unterrichtstag am Dienstag, 6. Januar, zu ersetzen. „Wir wollen versuchen, alle Subunternehmer zu mobilisieren, damit wir die Kinder zum Unterricht bringen können“, sagt Otkun. „Zunächst einmal bin ich erleichtert, dass keine Menschen zu Schaden gekommen sind“, sagte unterdessen Regionspräsident Hauke Jagau - die Region ist Hauptgesellschafter bei Regiobus.

In der Nacht zum 26. Dezember ist ein Regiobus-Betriebshof in Eldagsen in Flammen aufgegangen. 20 bis 30 Busse wurden zerstört.

Die Flammen haben in der Nacht zu Freitag im Eldagser Depot einen Schaden von mindestens 10 Millionen Euro angerichtet. Ein Anwohner war am frühen Morgen gegen 2.30 Uhr von einem lauten Knall geweckt worden, der vom Busdepot gekommen war. Als er aus dem Fenster sah, brannte die Halle bereits lichterloh. Die Feuerwehr löste umgehend Großalarm aus und bat das Deutsche Rote Kreuz und das Technische Hilfswerk (THW) in Springe um Unterstützung. Insgesamt waren 360 Einsatzkräfte am Brandort. Stundenlang kämpften sie gegen die Flammen und konnten dennoch nicht verhindern, dass etwa zwei Drittel der 150 mal 40 Meter großen Halle abbrannten. Aus der Halle drangen immer wieder laute Knallgeräusche zu den Brandbekämpfern. „Wir vermuten, dass die Reifen der Busse in der Hitze schlicht geplatzt sind“, sagt Springes Feuerwehrsprecher Torsten Baxmann.

Besondere Herausforderung für die Einsatzkräfte: Unmittelbar an die Halle mit den Busse grenzt ein Raum an, in dem Betriebsstoffe, unter anderem 3000 Liter Heizöl, gelagert werden. Die Feuerwehr konnte die Flammen so eindämmen, dass sie den Lagerraum nicht erreichten. Ebenso verhinderten die Brandbekämpfer, dass der Brand auf die betriebseigene Tankstelle auf dem Gelände und die rund 50 weiteren Busse übergriff, die dort abgestellt waren. Während Experten nach der Brandursache suchen, treibt die Regiobus-Mitarbeiter noch eine andere Sorge um, „ dass Löschwasser in unsere Dieselvorräte gelaufen sein könnte und wir deswegen mit dem Treibstoff die übrigen Fahrzeuge nicht mehr betanken können“, sagt Unternehmenssprecher Otkun.

Regiobus: Flotte mit 260 Bussen

Neben dem von dem Großbrand betroffenen Busdepot in Eldagsen hat das Unternehmen Regiobus fünf weitere Standorte in Burgdorf, Mellendorf, Neustadt am Rübenberge und Wunstorf. Die Regiobus GmbH betreibt mit insgesamt 260 eigenen Bussen und mehr als 700 Mitarbeitern sowie weiteren 130 Fahrzeugen von Subunternehmern einen wichtigen Teil des öffentlichen Nahverkehrs in der Region. Das Unternehmen fährt auf rund 120 Linien in einem Gebiet, das etwa so groß ist wie das Saarland. Jährlich befördern die Nahverkehrsbusse des Unternehmens etwa 28 Millionen Fahrgäste.
Die Regiobus Hannover GmbH besteht seit 1998. Das Verkehrsunternehmen ging damals aus dem Zusammenschluss der Unternehmen RVH (Regionalverkehr Hannover), Steinhuder Meer-Bahn, Verkehrsbetriebe Bachstein und der Firma Busverkehr und Service Großraum Hannover GmbH hervor.

Zehn Millionen Euro Schaden hat ein Großbrand im RegioBus-Betriebshof in Eldagsen angerichtet. In der Nacht auf den 2. Weihnachtsfeiertag war in einer Halle ein Feuer ausgebrochen, das 25 Busse sowie weitere Fahrzeuge zerstörte. Mit Einschränkungen im Busverkehr in der Region ist zu rechnen.

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