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Umland Springe Nachrichten Betreibt die Stadt bald die Rote Schule?
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19:41 11.05.2014
Umkämpft: Die Tagesstätte Rote Schule in Springe.
Umkämpft: Die Tagesstätte Rote Schule in Springe. Quelle: Markus Richter
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Springe

Man habe das Thema am jetzt im Verwaltungsausschuss länger diskutiert, bestätigt Bürgermeister Jörg-Roger Hische: „Wir haben uns nach einer längeren Diskussion mit der Politik abgestimmt und bereiten jetzt eine Interimslösung vor.“ Diese soll ab 1. August Bestand haben – und zwar so lange, bis die Gerichte den Konflikt zwischen Stadt, dem bisherigen Träger Kirche und dem von der Politik bestimmten Nachfolger Klax gelöst haben.

Man wolle jetzt Gespräche mit allen möglichen Anbietern führen, so Hische – dazu gehören Klax und Kirche ebenso wie Arbeiterwohlfahrt oder das Deutsche Rote Kreuz, das in Springe und Umgebung bereits als Betreiber zahlreicher Kindertagesstätten auftritt. „Aber auch die Stadt ist eine Option“, sagt Hische. Es gelte zu prüfen, welche Voraussetzungen dafür zu erfüllen seien – etwa in Sachen Betriebserlaubnis.

Dass es überhaupt eine aufwendige Suche nach einem Übergangsbetreiber gibt, hängt für die Stadt auch mit den jüngsten Gerichtsentscheiden zusammen: „Wir fühlen uns da auf sicherem Terrain“, sagt Hische. Zuletzt hatte die Kirche versucht, beim Verwaltungsgericht eine einstweilige Verfügung zu erwirken, um selbst als Übergangsbetreiber nach dem 31. Juli eingesetzt zu werden. Eine Entscheidung gibt es in diesem Fall noch nicht.

Das Oberverwaltungsgericht Lüneburg hatte allerdings in einem anderen Zusammenhang festgestellt, die Stadt sei bei der Wahl einer Zwischenlösung frei. „Darauf beziehen wir uns“, sagt Hische.

Von Christian Zett