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Springe: Bürgermeister spricht in Berlin über den Südlink

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19:27 13.05.2019
Auf Einladung des Bundestagsabgeordneten Matthias Miersch (Fünfter von links) sind mehrere Bürgermeister aus der Region Hannover in Berlin zusammengekommen. Auch Christian Springfeld aus Springe (Zweiter von rechts) war dabei. Begrüßt wurden die Gäste von SPD-Fraktionschefin Andrea Nahles (Vierte von rechts). Quelle: Inga Haar/Bundestag
Springe/Berlin

Von Bennigsen im Norden vorbei an Mittelrode, unter der Straße zwischen Eldagsen und Gestorf hindurch und schließlich östlich von Eldagsen weiter und südlich vorbei an Alferde – wer sich die vorgeschlagene Trasse für den Südlink anschaut, der bekommt ein Gefühl für die Größe des Stromprojekts. Ab dem Jahr 2025, so die aktuellen Planungen, soll auf der 531 Kilometer langen unterirdischen Trasse von der Nordsee nach Bayern Strom transportiert werden.

Beteiligung der Öffentlichkeit zum Südlink hat begonnen

Für den für Springe relevanten Abschnitt B hat jetzt die Öffentlichkeitsbeteiligung begonnen: Seit Montag und bis 12. Juli können Bürger die Pläne in Hannover bei der Bundesnetzagentur, Willestraße 2, einsehen. Geöffnet ist dort montags bis freitags von 8-13 Uhr, montags bis mittwochs bis 16 Uhr und donnerstags bis 17.30 Uhr. Zu finden sind die Planungen auch im Internet unter http://bit.ly/suedlink-plan. Dort gibt es für die Bürger auch ein Onlineformular für Stellungnahmen. Wer sich ohne Internet beteiligen möchte, kann Informationen unter der kostenlosen Rufnummer (0800) 6389638 erhalten. Am Dienstagabend ist zudem ein Infoabend im Schulzentrum Nord geplant.

Stadt muss Stellungnahme abgeben

In den kommenden Wochen muss auch die Stadt Springe ihre Stellungnahme abgeben. Das ist für Bürgermeistermeister Christian Springfeld (FDP) ein aktueller Grund gewesen, das Thema Stromtrasse jetzt beim Ständigen Bürgermeisterausschuss des SPD-Bundestagsabgeordneten Matthias Miersch zu diskutieren. Dort treffen sich regelmäßig die zwölf Bürgermeister aus Mierschs Wahlkreis sowie Vertreter aus dem Dezernat des Regionspräsidenten. Dieses Mal fand die Runde im Bundestag in Berlin statt. In Sachen Südlink informierten Vertreter des Betreiberunternehmens Tennet die Rathauschefs – unter anderem auch darüber, dass nach dem Sammeln der Einwendungen ein Erörterungstermin anberaumt ist. Und erst danach falle die Entscheidung über den tatsächlichen Trassenverlauf, wurde versichert.

Begrüßt wurden Springfeld und seine Mitstreiter im Bundestag von SPD-Fraktionschefin Andrea Nahles. Miersch ist einer ihrer Stellvertreter. Und nicht nur der Südlink war Inhalt der Gespräche. Gemeinsam tauschte man sich insbesondere über die Kommission Gleichwertige Lebensverhältnisse aus. „Die Frage, wie kann ich die Lebensqualität in meiner Kommune mitgestalten, ist für die Menschen vor Ort von zentraler Bedeutung", betonte Miersch. Bereits innerhalb der Region und seines Wahlkreises „unterscheiden sich die Gegebenheiten und Einnahmesituationen von Kommune zu Kommune mitunter sehr stark“. Außerdem sprachen die Teilnehmer der Runde über die Grundsteuer, über deren Neugestaltung noch im Mai eine Einigung erzielt werden soll – ansonsten sei es schwierig, die vom Bundesverfassungsgericht festgelegte Frist einzuhalten, sagte Bernhard Daldrup, kommunalpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion. Aber auch die Themen Digitalpakt und Ganztagsbetreuung beschäftigten die Bürgermeister.

Infomarkt am Dienstag ab 18 Uhr

Ein sogenannter Infomarkt zum Südlink des Netzbetreibers Tennet wird am Dienstag, 14. Mai, von 18 bis 20 Uhr im Schulzentrum Nord veranstaltet. Dort können sich Interessierte über die geplante Trasse informieren und erste Anregungen und Hinweise einbringen. Fachleute stehen außerdem für Fragen zur Verfügung. Der Eintritt ist frei.

Von Christian Zett