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Springe erhält Kunstrasenplatz

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19:30 26.11.2019
Wie diese Anlage des Hochschulsports in Hannover, die regelmäßig an Vereine wie hier den TSV Havelse vermietet wird, soll auch in Springe der neue Platz des FC Springe weiteren Vereinen und dem Schulsport zur Verfügung stehen. Quelle: Villegas
Springe

Kurz vor dem Abpfiff der Haushaltsberatungen nimmt die politische Mehrheitsgruppe aus CDU und SPD einen Anlauf, um ein sportliches Herzensprojekt im Tor zu versenken: Am Schulzentrum Süd soll ein Kunstrasenplatz entstehen. 250 000 Euro müsste die Stadt zuschießen.

Der Haushalt wird zwar bereits in zwei Wochen verabschiedet. Dass sich CDU und SPD vorab abgestimmt haben, unterstreicht aber, wie wichtig ihnen die Investition ist. Die Entscheidung pro Ausgabe ist quasi schon gefallen.

Hohe Ausfallzeiten stoppen

Der FC Springe kämpft seit Jahren dafür, den Hartplatz am Schulzen­trum Süd in ein Feld umzuwandeln, das bei jedem Wetter bespielt werden kann. Ziel ist, die hohen Ausfallzeiten zu stoppen – beim Training wie auch bei Punktspielen. Profitieren sollen ausdrücklich alle Vereine aus dem Stadtgebiet und auch der Schulsport.

CDU und SPD stellen Antrag

Bei der Jahresversammlung des FC Springe im März betonte der Vorstand: „Wir müssen dieses Jahr den Startschuss hinkriegen.“ Das könnte dank der politischen Unterstützung doch noch gelingen.

„Springe verfügt als einziges Stadtgebiet im näheren Umland nicht über einen Kunstrasenplatz“, begründen SPD-Fraktionschef Bastian Reinhardt und CDU-Chef Wilfred Nikolay ihren gemeinsamen Antrag, den sie erst in dieser Woche auf den Weg gebracht haben.Heimische Vereine seien benachteiligt, da sie keine Alternative zum Rasen haben. Das gelte für Fußballer ebenso wie für Volley- und Faustballer, die ebenfalls die intelligent gestaltete Allwetter-Fläche nutzen könnten.

CDU und SPD möchten über den städtischen Haushalt für das kommende Jahr 50 000 Euro zum Planen bereitstellen. Für den Bau im Jahr 2022 sollen es 200 000 Euro sein. Einen Teil der Kosten könnte es über überregionale Förderungen zurückgeben; und auch die Vereine sollen etwa mit Arbeitseinsätzen helfen, die Ausgaben gering zu halten.

Weil Kunstrasenplätze viel Mi­kroplastik abstoßen, schlagen die Parteien Alternativen vor – auch für die Umwelt solle das Projekt am Ende ein Gewinn sein.

Von Marita Scheffler