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Nachrichten Stadtbüros vorerst gerettet
Umland Springe Nachrichten Stadtbüros vorerst gerettet
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21:22 27.08.2013
Von Andreas Zimmer
Zusätzlich zum Rathaus in Springe (Bild) sollen auch die Außenstellen in vier Stadtteilen bestehen bleiben.
Zusätzlich zum Rathaus in Springe (Bild) sollen auch die Außenstellen in vier Stadtteilen als Anlaufstellen für die Bürger bestehen bleiben. Quelle: Andreas Zimmer
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Springe

Noch im Frühjahr war im Gespräch aus Spargründen die Verwaltungsaußenstellen in Bennigsen, Eldagsen, Gestorf und Völksen dicht zu machen und dafür die Öffnungszeiten im Springer Rathaus zu erweitern. „Es gibt aber noch kein Bürgerbüro“, sagt Bürgermeister Jörg-Roger Hische. Und der Vorschlag, einen sogenannten mobilen Bürgerkoffer der Bundesdruckerei einzusetzen, sei noch nicht zu verwirklichen. Die Idee stammt von Eberhard Brezski, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion. „Ich habe mir den Koffer auf der CeBit in Hannover vorführen lassen“, erläutert Brezski. Mit dem Koffer - etwa 65 mal 50 mal 15 Zentimeter groß und 15 Kilogramm schwer - ließen sich beispielsweise Ausweise beantragen und aushändigen sowie Meldebescheinigungen und Führungszeugnisse ausstellen. Die Mitarbeiter könnten dafür flexibel irgendeinen Raum in einem Stadtteil nutzen. Für Brezski liegen die Vorteile auf der Hand: weniger Personal und trotzdem besserer Service. Hische erläutert, die Verwaltung habe den Vorschlag geprüft, doch für Springe sei er „noch nicht ausgereift“. Es gebe kaum Erfahrungen mit dem Koffer. Er soll etwa 15.000 Euro kosten.

Die Datensicherheit sei zu gewährleisten, doch die hohen Datenmengen könnten nicht über Handyleitungen fließen, gibt Hische zu bedenken. Funkverbindungen müssten erst noch aufgebaut werden. Auch aus diesem Grund werde die Verwaltung in ihrem Haushaltsentwurf für 2014 die Verwaltungsaußenstellen nicht auf die Sparliste setzen. Gestorf ist das kleinste Stadtbüro und laut Verwaltung mit rund 1000 Kunden jährlich auch das mit den wenigsten Besuchern. Jährlich könnten 6000 Euro gespart werden. Wäre beschlossen worden die Außenstelle in dem etwa 1800 Einwohner zählenden Stadtteil 2014 ersatzlos zu schließen, hätte Brezski dagegen geklagt. Die Stadtverwaltung stellte bereits klar: Kommunalaufsicht und Ministerium hätten ihr signalisiert, dass eine Schließung rechtens sei. Brezski sagt, das sei ihm „wumpe“. Laut Gebietsänderungsvertrag stehe Gestorf eine Außenstelle zu. Sie befindet sich im Schulgebäude an der Neustadtstraße.