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00:17 09.11.2017
An der Grundschule Gestorf gibt es immer wieder Klimaaktionen. Quelle: Foto: Helmbrecht
Gestorf

Kaffee kochen, Radio anschalten, Tee aufsetzen, Waffeln backen oder das Brot toasten – die übliche Morgenroutine. Doch für all‘ diese Handgriffe braucht es vor allem eins: Strom. „Trotz mehr Effizienz der Geräte, verbrauchen wir heute mehr Strom“, weiß Eckhard Steinmüller von der Klimaschutzagentur Region Hannover. Während in Bonn die UN-Klimakonferenz gestartet ist, hat Steinmüller am Montag den Kindern der Grundschule Gestorf das Thema Umwelt näher gebracht.

Spielerisch sollten die Kinder lernen, wie sie im Alltag Strom sparen können. Dazu hatte Steinmüller drei Koffer mitgebracht, gefüllt etwa mit einem Taschenrechner, einer Waage oder einer Kaffeemaschine: Schnell stellten die Grundschüler fest: Einige von den Maschinen brauchen Strom, andere nicht, wie zum Beispiel die Thermoskanne. Dabei sollten die Kinder Paare bilden mit Geräte, die zwar die selbe Funktion haben, aber einmal mit und einmal ohne Strom funktionieren, erklärt der Klimaexperte. „Dabei stellen die Kinder fest, dass wir heute immer mehr mit Strom betriebene Maschinen nutzen. Aus meiner Erfahrung habe ich festgestellt, dass das Thema Klimawandel, CO2-Ausstoß und der Treibhauseffekt ganz von selbst von den Schülern kommt.“ Gesponsert wurde der Workshop von der Klimaschutzagentur mit Unterstützung der Region. Ziel sei es, das Klimaschutzengagement der Stadt zu unterstützen. Springe hat ein individuelles Programm erarbeitet, um Treibhausgasemissionen zu reduzieren (wir berichteten).

Zahlreiche Klima-Aktionen in der Grundschule Gestorf

Und die Gestorfer sind bereits bestens informiert: So haben sie bereits einen Eisbärenvortrag von Sven Achtermann gehört, in dem es um den Klimawandel geht. Zudem hat die Grundschule eine eigene CO2-Ampel oder Besuch vom Zauberer Baldur bekommen. Für Freitag, 10. November, ist außerdem ein Energiespartag mit zahlreichen Aktionen geplant. Vier Stunden wollen die Kinder lernen, wie sie Strom sparen können.

„Ich gebe den Lehrern dann den Tipp, die Kinder mal gedanklich ihre Wohnung durchgehen zu lassen und alle Geräte aufzuzählen und aufzumalen“, sagt Steinmüller. Lob für das Engagement der Gestorfer in Sachen Umwelt gab es auch von der Klimaschutzmanagerin Katrin Härtel. „Hier passiert schon sehr viel.“ Dabei sei in Springe das Budget für derartige Aktionen auch begrenzt. „Wir versuchen, das Geld auf alle Schulen aufzuteilen.

Von Saskia Helmbrecht

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