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Umland Springe Nachrichten Unfallkreuzung Gestorf: Gute Vorsätze
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21:25 22.12.2014
Foto: Was genau passieren könnte, um die Unfallstelle zu entschärfen, ist offen. Weder Ernst fürs Land, noch Stadt oder Polizei wollen sich im Vorfeld festlegen.
Was genau passieren könnte, um die Unfallstelle zu entschärfen, ist offen. Weder Ernst fürs Land, noch Stadt oder Polizei wollen sich im Vorfeld festlegen. Quelle: Symbolbild
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Gestorf

Die Verantwortlichen wollen handeln. Spätestens im Februar soll es ein Treffen geben, kündigte gestern Joachim Ernst von der zuständigen Landesverkehrsbehörde an.

Dass er einer von vielen ist, die nun aktiv werden müssen, zeigt eins der Probleme der Kreuzung auf. Denn hier treffen eine Kreisstraße (Zuständigkeit: die Region Hannover) und zwei Landesstraßen (Zuständigkeit: das Land Niedersachsen) aufeinander. Außerdem ist die Stadt als Verkehrsbehörde involviert, dazu kommen die Polizei Springe und die vorgesetzte Inspektion in Garbsen sowie die zuständige Straßenmeisterei in Wennigsen.

Sie alle entsenden Abgeordnete in die Unfallkommission, die sich im neuen Jahr der altbekannten Problemkreuzung annehmen soll. Ob es dazu extra einen Ortstermin oder nur ein Treffen im Büro geben soll, steht nicht fest: „Wir haben auch Luftbilder, die wir auswerten“, sagt Ernst – ein erneuter Besuch an der Kreuzung ist also nicht unbedingt nötig.

Was genau passieren könnte, um die Stelle zu entschärfen, ist offen. Weder Ernst fürs Land, noch Stadt oder Polizei wollen sich im Vorfeld festlegen. Der Ortsrat hatte zuletzt drei Varianten als Wunsch auf den Weg gebracht: eine Ampel, einen Kreisverkehr oder eine Verschwenkung der Fahrbahn. Die letzteren Möglichkeiten stoßen bei den Experten bislang auf die wenigste Zustimmung – nicht zuletzt, weil sie sehr aufwendig und teuer sind. Auch die baulichen Voraussetzungen sind an der Kreuzung nicht ideal. Man habe positive Erfahrungen gesammelt, als dort wegen einer Umleitungsstrecke eine Baustellenampel stand, heißt es bei der Polizei. Manch einer fürchtet aber auch mehr Lärm für die Anwohner – durch stehende und anfahrende Autos.

Zumindest eine Überlegung scheint wieder vom Tisch zu sein: die Umleitung des Nord-Süd-Verkehrs über das Dreieck Calenberger Straße-Hannoversche Straße. Erst vor einigen Monaten war die Kreuzung nachgerüstet worden – unter anderem mit neuen Fahrbahnmarkierungen und einer vorgezogenen Haltelinie. Die überfuhr auch am Sonntag offenbar einer der Unfallbeteiligten.

Von Christian Zeit