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Umland Springe Nachrichten Verstärkte Polizeikontrollen nach vier Einbrüchen im Bergdorf
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11:17 22.05.2013
Von Petra Zottl
Die Polizei hatte in vier Fällen in Lüdersen zu ermitteln. Quelle: Symbolfoto
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Werden Bewohner des Bergdorfs zurzeit Opfer einer Einbruchserie? „Ganz klar: Nein“, sagt Kriminalhauptkommissar Joachim Eickmeyer. Zwar habe es innerhalb kürzester Zeit gleich vier Taten in Lüdersen gegeben. „Aber drei davon hängen zusammen, weil sie in einer Nacht geschehen sind“, sagt der Polizist. Eickmeyer geht davon aus, dass dieselben Täter bei ihren Einbruchsversuchen zunächst an der guten Sicherung zweier Häuser gescheitert waren, bevor sie ins dritte einstiegen. Hinzu komme der jüngste Fall, bei dem erst in der Woche vor Pfingsten eine Familie bestohlen wurde, während sie im Nachbarraum schlief - ein besonders schlimmes Erlebnis, wie auch Eickmeyer einräumt. „Für die Betroffenen ist das schlimm, und sie leiden sicherlich auch Ängste. Aber trotzdem sprechen wir noch nicht von einer besorgniserregenden Häufung.“

Eine solche habe es 2012 im Bereich von Völksen gegeben. Daraufhin waren Beamte bei einer Sonderaktion in neuralgischen Teilen des Stadtteils von Tür zu Tür gegangen. Sie hatten Bürger auf die Gefahr hingewiesen und ihnen Tipps zum Thema Sicherheit gegeben. Mit der letztjährigen Erfahrung im Gepäck will Eickmeyer dann doch nicht komplett ausschließen, dass das Bergdorf im Fokus von Einbrechern liegen könnte. Aus diesem Grund patrouillierten Streifenwagen vorsorglich häufiger durch Lüdersen. Die Abgeschiedenheit des Ortes ist Eickmeyer zufolge allerdings kein Nachteil. Häufig handele es sich bei Einbrechern um Täter von außerhalb, die eine gute Anbindung an Schnellstraßen suchen, um unauffällig zu verschwinden.

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Anwohnern rät Eickmeyer, bei Abwesenheit ihre Fenster geschlossen zu halten. Mittels einer Zeitschaltuhr könne jeder Lampen an- und ausschalten und so den Anschein erwecken, dass Menschen im Haus sind. Wichtigstes Hilfsmittel sei jedoch die Aufmerksamkeit der Nachbarn: „Sofort bei uns anrufen, wenn man verdächtige Beobachtungen macht“, sagt Eickmeyer - und fügt nachdrücklich hinzu: „Bei uns wird jeder Hinweis ernst genommen.“