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Neue Lebensstation für den Behinderten Lukas Siebert

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18:05 30.01.2020
Guter Dinge: Lukas Siebert aus Völksen während des Umzugs (oben). Dieses Zimmer (unten) ist für vier Wochen sein neues Zuhause. Quelle: FOTOS
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Völksen

Eine neue Lebensstation – für den Übergang: Lukas Siebert ist am Wochenende in eine Intensivpflege-Wohngruppe gezogen. Für die nächsten vier Wochen wird Sarstedt sein neues Zuhause sein, wo sich der 23-Jährige sehr wohlfühlt. Das berichtet Silke Hecke, die sich zuletzt um den Völksener, der schwerstbehindert ist, gekümmert hat.

Der 23-Jährige, der kleinwüchsig ist und unter anderem eine Magensonde hat, wird nur vorübergehend in der Wohngruppe bleiben, bis für ihn zu Hause eine Betreuung gefunden ist. Drei Vorstellungsgespräche für Helfer stünden bei dem Dienstleister bereits an. „Der Umzug selbst hat super geklappt“, freut sich Hecke. Siebert und sie wurden von zwei Mitarbeiterinnen dort beim Ausladen und Einräumen unterstützt. Begleitet wurden sie auch von Nachbarin Ute Vorreier.

„Mir ist der Abschied wohl schwerer gefallen als meinem kleinen, starken Mann“, sagt Hecke mit einem Lachen. Aber so lange dauerte die Trennung dann doch nicht, denn Siebert war bereits am Montagnachmittag beim Geburtstag ihrer ältesten Tochter eingeladen. „Leider ist die Anbindung von Sarstedt wirklich schlecht“, kritisiert Hecke mit Blick auf den öffentlichen Nahverkehr. So sei Siebert bis nach Völksen zwei Stunden mit der S-Bahn unterwegs – und das auch zum ersten Mal alleine. Das habe er sich ganz klar zugetraut, berichtet Hecke. „Und daran wächst er auch. Und im Notfall sind wir natürlich immer im Hintergrund.“ Wenn die Betreuung gesichert sei und der 23-Jährige einen Job gefunden hat, sei das langfristige Ziel, dass er in seine erste eigene Wohnung zieht.

„Bei uns kommt gerade so viel an, und ich merke, dass Berührungsängste genommen werden“, sagt Hecke.

Mittlerweile hätten immer mehr Menschen festgestellt, dass Hecke nicht mit ihrem „kleinen Sohn“ unterwegs sei, sondern dass Siebert 23 Jahre alt und geistig völlig fit ist.

Von Saskia Helmbrecht

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