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Springe Fluxx springt im Notfall bei Kinderbetreuung ein
Umland Springe

Notfallbetreuungsprojekt Fluxx kümmert sich jetzt auch in Springe

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17:47 16.07.2019
Christian Springfeld unterschreibt mit Sabine Schrader (r.) den Vertrag. Begleitet hat das Projekt Lena Rödiger (l.). Karin Remmer ist eine von den Betreuungskräften. Quelle: Saskia Helmbrecht
Springe

Ganz schön flugs: Früher als ursprünglich geplant ist die Stadt Springe Partnerkommune bei Fluxx geworden. Über das Projekt aus Hannover kann Eltern im Notfall eine Kinderbetreuung vermittelt werden. Bürgermeister Christian Springfeld hat jetzt den Vertrag unterschrieben. Wir haben alle wichtigen Fragen und Antworten zu dem Angebot zusammengestellt.

Was ist Fluxx überhaupt?

Was passiert, wenn spontan die Tagesmutter ausfällt oder ein Arzttermin dringend wahrgenommen werden muss, die Großeltern und Freunde aber weiter weg wohnen oder arbeiten müssen? Wenn Eltern im Notfall eine Betreuung für ihr Kind benötigen, können sie sich bei Fluxx melden. Das Angebot gilt aber nicht nur für die Betreuung von Kindern, sondern auch für Angehörige mit Unterstützungsbedarf, etwa aufgrund einer Behinderung oder einer Krankheit.

Mir ist ein dringender Termin dazwischengekommen und ich brauche spontan eine Betreuung für mein Kind – was genau muss ich nun machen?

Eltern müssen sich unter Telefon (05  11) 16 83 21 10 anmelden. Die Mitarbeiter stehen von 6 bis 21 Uhr zur Verfügung, von 21 bis 6 Uhr nimmt die Feuerwehrleitstelle den Anruf entgegen und leitet die Anfragen an die Projektkoordinatoren weiter. Mit den Mitarbeitern wird dann gemeinsam nach einer Lösung gesucht, die zum Beispiel eine Betreuungskraft vermitteln.

Wer wird mein Kind betreuen?

Mehr als 40 Mitarbeiter, ehemalige Erzieher in Rente mit pädagogischen und pflegerischen Erfahrungen, arbeiten für Fluxx, sagt Koordinatorin Sabine Schrader. Sie bekommen als Aufwandsentschädigung 10 Euro pro Stunde und zusätzlich Fahrtgeld. Die Fachkräfte haben außerdem einen Ausweis, damit Eltern sicher sein können, auch wirklich ihr Kind bei einem der Fluxx-Betreuer abzugeben. In Springe selbst gibt es mit Karin Remmer derzeit nur eine Ehrenamtliche, Betreuer fahren bei Bedarf aber auch aus den Nachbarkommunen nach Springe. Dennoch seien neue Helfer ausdrücklich willkommen. Für die Unterstützer werden außerdem Schulungen angeboten.

Wo findet die Betreuung statt?

Die Mitarbeiter können sowohl in das Haus selbst kommen oder auch vor Ort eine Betreuung anbieten und zum Beispiel mit Kindern ins Wisentgehege fahren. Feste Räume für eine Betreuung gibt es in Springe noch nicht.

Was kostet das Angebot?

Pro Stunde kostet die Betreuung 5 Euro. Mitarbeiter der Stadtverwaltung zahlen nur 3 Euro, weil die Stadt selbst Partnerbetrieb in dem Projekt ist. Betriebe etwa mit zehn bis 49 Mitarbeitern zahlen dafür jährlich 300 Euro, der Beitrag bemisst sich nach den Mitarbeitern. Für Studenten der hannoverschen Hochschulen werden 2 Euro fällig. Die Beratung selbst ist kostenlos. Auf Wunsch vermitteln die Koordinatoren auch an andere Fach- und Beratungsstellen weiter.

Wer kann die Betreuung in Anspruch nehmen?

Weil Springe als Kommune Partner ist, dürfen alle Springer Fluxx nutzen. Wer in einem Betrieb arbeitet, der mit Fluxx kooperiert, darf das Angebot unabhängig vom Wohnort nutzen.

Wie schnell kann eine Notfallbetreuung sichergestellt werden?

In der Regel, so Schrader, kann die Betreuung innerhalb von 90 Minuten beginnen. Bei Bedarf können Eltern aber auch zum Beispiel die Betreuungskraft selbst abholen. Eine Vereinbarung und eine Vollmacht können den Mitarbeitern vor Ort unterschrieben mitgegeben werden.

Von Saskia Helmbrecht