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Springe Ortsrat will Pflasteraustausch – aber die Bürger sollen nichts bezahlen
Umland Springe

Ortsrat will neues Pflaster ohne Anliegerbeteiligung

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15:19 08.11.2019
Die trittsichere Gehwegpflasterung von der Talstraße zieht sich noch ein paar Meter bis in die Salzburgstraße hinein, wo die rutschigen Klinkersteine ersetzt werden sollen.   Quelle: Foto
Eldagsen

Es ist bei Nässe rutschig und glatt: Dass ein Gehwegpflaster auf der nördlichen Seite der Salzburgstraße ausgetauscht werden soll, darin waren sich die Mitglieder des Ortsrats Eldagsen und Mittelrode mit einem Anlieger ebenso wie mit dem städtischen Fachdienst einig. Doch anstelle, wie von der Stadt vorgeschlagen, auch gleich die Tragschicht zu ersetzen und die bauliche Erneuerung als wiederkehrende Beiträge durch alle Eldagser schultern zu lassen, will das Gremium einen anderen Weg beschreiten.

Teil des Sanierungsgebiets?

Zunächst soll nun auf Antrag der CDU-Fraktion geklärt werden, ob der Bereich nicht Teil des Sanierungsgebiets ist und damit ohnehin zum Städtebauförderungsprogramm des Landes Niedersachsen gehört. Hier existieren offenbar mehrere Zeichnungen. „Die Grenzen verspringen durch verschiedene Grundstücksgrößen“, sagte Ortsbürgermeister Karl-Heinrich Rohlf. Man brauche also zunächst Rechtssicherheit, wie der nördliche Gehweg einzuordnen sei. Sollte der Bürgersteig tatsächlich nicht zum Sanierungsgebiet gehören, dann solle lediglich die Pflasterung ersetzt werden. „Den Bereich tiefgründig zu sanieren, erscheint mir überzogen“, erläuterte der stellvertretende Ortsbürgermeister Alexander Solle den CDU-Antrag, dem sich auch die SPD-Fraktion anschloss. Zudem sei ein Teil bereits im Zuge von Glasfaserverlegungen saniert worden.

Die Unebenheiten befänden sich eher auf der Salzburgstraße, weniger auf dem Bürgersteig. Aus den Zuhörerreihen kam der Vorschlag, das Pflaster aus der Alten Pfarrstraße zu verwenden, wenn diese erneuert werden sollte. Diese Straße liegt im Sanierungsgebiet.

Gesamtkosten: 20 000 Euro

Wie berichtet, sieht auch der städtische Fachdienst mit Blick auf die Rutschgefahr einen deutlichen Handlungsbedarf. Die Fachleute hatten vorgeschlagen, den nördlichen Gehweg auf ganzer Länge zu erneuern. Dabei sollte auch eine neue Schottertragschicht unter dem Pflaster hergestellt werden. Die Gesamtkosten von 20 000 Euro wären auf die Hauseigentümer in Eldagsen umzulegen.

Eigentümer eines 1000 Quadratmeter großen Grundstücks würden dann mit einmalig 13 Euro zur Kasse gebeten.

Der einstimmig gefasste Ortsratsbeschluss ist nicht das Ende der Diskussion rund um den rutschigen Gehsteig: Dem politischen Prozess entsprechend wandert das Thema in einen Fachausschuss.

Von Anne Brinkmann-Thies