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Pastor sammelt für Reparatur der Turmuhr

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15:53 09.08.2019
Die Turmuhr von St. Andreas geht zehn Minuten nach. Um sie reparieren zu können, sammelt Pastor Fröhlich Spenden – denn der Kirchenkreis zahlt nichts.   Quelle: Foto: Ralf T. Mischer
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Sie tickt nicht mehr ganz richtig: Nur, wenn man das zu einer Uhr sagt, ist es keine Beleidigung, sondern eine sachliche Feststellung. Pastor Klaus Fröhlich hat versucht, seiner Gemeinde schonend beizubringen, dass die Kirchturmuhr zehn Minuten nachgeht. Verbunden mit der Bitte um Geld für eine – offensichtlich – dringende Reparatur. Nun trudeln erste Spenden für die Reparatur des defekten Zeitanzeigers ein.

„Wir haben mittlerweile 600 Euro zusammen“, sagt Pastor Klaus Fröhlich und zeigt sich damit zwar ganz zufrieden – aber so ganz denn auch wieder nicht. Immerhin hatte er ein anderes Ziel im Kopf. „Ich hoffte eigentlich, dass wir die Grenze von 1000 Euro aus Spenden schaffen“, sagt er. Denn auf diesen Sockel, so hofft er, könne man aufbauen. „Wir könnten dann in einer Kollekte noch einmal um eine Spende bitten, damit der Restbetrag zusammenkommt“, erläutert Fröhlich, weshalb ihm die magische Summe von 1000 Euro wichtig ist.

Spendenaktion für die Turmuhr wird fortgesetzt

Gespendet wurde bislang auf ganz unterschiedliche Weisen: Viele haben einfach die große Spendenkiste im Kirchraum genutzt – und Geld hineingeworfen. Andere haben einen Briefumschlag in den Kirchenpostkasten geworfen, wieder andere haben dem Pastor das Geld einfach in die Hand gedrückt. „Manche haben 2 Euro gegeben, andere 50 Euro, das war ganz unterschiedlich“, sagt Fröhlich. Und lobt: „Uns wird für die Spendenaktion sehr viel Wohlwollen entgegengebracht.“

Mit Renovierung ist es nicht getan

Mit der Renovierung der Turmuhr allein ist es indes ohnehin nicht getan, betont der Pastor. Immerhin steht auch die Reparatur des Zauns des Kindergartens auf der Aufgabenliste der Gemeinde. Jeder Cent zählt – aber das Geld, das für die Turmuhr gespendet wird, kommt auf jeden Fall bei der Turmuhr an.

Zehn Minuten zu spät zeigt die Turmuhr nun bereits seit der Umstellung auf die Sommerzeit an. Und der Kirchenkreis zahlt für die Reparatur von Kirchturmuhren nichts. Deshalb hofft die St.-Andreas-Gemeinde nun eben auf Spenden. Fröhlich setzt noch einmal auf einen Spendenschub auf dem Andreasfest, das in rund zwei Wochen startet.

Von Ralf T. Mischer