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Springe Bauernmarkt in Springe lockt viele Besucher an
Umland Springe

Regionales Angebot auf dem Bauernmarkt kommt an

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13:03 07.10.2019
Sie waren schon immer regional orientiert: Ingrid Rathing (von links), Mariele Kriemelmeyer und Sigrid Becker von den Landfrauen bieten selbst gemachten Kuchen an. Quelle: Fotos
Springe

Wissen, woher es kommt: Regionale Produkte liegen im Trend, das wurde am Wochenende beim Bauernmarkt in der Springer Innenstadt einmal mehr deutlich. Denn immerhin hatte die heimische Wirtschaft an diesem Tag von Bier bis Pommes frites aus lokaler Produktion einiges zu bieten.

Zum ersten Mal beim Bauernmarkt dabei war die 405er Brauerei aus Springe von Sven Stoffregen und Dennis Schulte. Was 2013 als Hobby angefangen hat, haben die beiden immer weiter ausgebaut und professionalisiert, sagt Schulte. Die Firma hat ihren Sitz in der Käthe-Kollwitz-Straße, allerdings suchen die Inhaber dringend nach neuen Räumen, wo sie ihr selbst gebrautes Bier ausschenken, verkaufen, aber auch lagern können. Die Suche gestalte sich allerdings schwierig. Fünf Sorten haben die beiden im Angebot – natürlich nach eigenen Rezepturen. Besonders beliebt war am Wochenende der Sauparkrüpel, ein Brown Ale. Bislang ist das Bier im Craft-Beer-Kontor und der Craft-Beer-Bar in Hannover zu finden, aber auch in Hildesheim, Pattensen und seit einem Monat neuerdings im E-Center in Springe. Wie viel Wert die Inhaber auf Regionalität legen, zeigt sich übrigens schon im Namen: 405 Meter hoch ist die höchste Stelle im Deister.

Tochter übernimmt Betrieb

Auch der landwirtschaftliche Betrieb Deister Knollen aus Gestorf von Familie Selle hat sich im Zuge des Bauernmarkts vorgestellt. Neben Speisekartoffeln baut der Betrieb seit diesem Jahr auch Süßkartoffeln an. „Wir haben zum Beispiel auch einen Frischwarenautomat in Gestorf, der gut angenommen wird“, sagt Imke Selle, die den Betrieb in der fünften Generation leitet und ihn in diesem Jahr von ihrem Vater übernommen hat.

Wer Lust auf etwas Süßes hatte, konnte bei den Springer Landfrauen selbst gemachten Kuchen essen. Besonders die Zwetschen- und Mohnkuchen waren heiß begehrt.

Kochschule nimmt Betrieb auf

Neugierige Blicke zog die neue Kostbar auf sich. Erstmals konnten die Besucher einen Blick in die Räume des früheren Kiek mol in werfen, wo Raoul Ewler mit Bruder Michael eine Event-Kochschule eingerichtet hat. Im Februar hatten die beiden mit dem Umbau begonnen. „Ab dem 1. November können die Kurse dann online gebucht werden, wir werden schauen, wie es angenommen wird, sind aber sehr flexibel.“

Auch der Hospizverein nutzte die Gelegenheit, sich vorzustellen. An einer großen Tafel konnten die Besucher aufschreiben, was sie vor ihrem Tod noch machen möchten: Glücklich sein, etwas Gutes tun oder mit sich selbst zufrieden sein lauteten viele Antworten. „Das ist ein Hilfsmittel, um ins Gespräch zu kommen, ich weiß, dass das ein blödes Thema ist und viele vorbeigehen, aber irgendwann sterben wir alle und daher ist es eine Aufforderung, darüber nachzudenken“, sagte der Vorsitzende Jens Laugesen.

Mit 60 Ständen ausgebucht

An rund 60 Ständen konnten die Besucher stöbern. Einige Aussteller hatten sich, nachdem die Wetterprognosen doch keinen Regen voraussagten, noch spontan gemeldet, sagte Werbering-Chef Wilko Struckmann. „Damit ist die Fläche komplett ausgebucht, wir sind sehr zufrieden, wir haben gut zu tun und nichts zu klagen.“

Von Saskia Helmbrecht