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Springe Gestorfer Sozialverband kritisiert Schließungspläne
Umland Springe Gestorfer Sozialverband kritisiert Schließungspläne
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19:24 25.02.2019
Angelika Ihßen stellt den Mitgliedern des Gestorfer Sozialverbandes die sogenannte Notfalldose vor. Darin sollen auf einem Zettel Name, Krankheiten und erforderliche Medikamente des Besitzers stehen. Quelle: Patricia Szabo
Gestorf

Eine Dose, die Leben rettet - oder zumindest dabei helfen soll. Die Vorsitzende des Sozialverbandes Gestorf, Angelika Ihßen, stellte den Mitgliedern die Notfalldose, die seit Kurzem in Apotheken zu kaufen gibt, vor.

Die Idee dahinter ist denkbar einfach: „In der Dose befindet sich ein Datenblatt mit allen Informationen, die bei einer Lebensrettung wichtig sind", sagte Ihßen. Darauf: Name, Krankheitsbild und die Medikation. Ein Aufkleber an der Haustür informiert die Sanitäter über den Verbleib des kleinen weiß-grünen Helfers, der vorzugsweise im Kühlschrank platziert werden sollte. So kann der Rettungsdienst schneller und gezielter Hilfe leisten. „Falls Interesse besteht, würden wir eine bestellen. Sie kostet 1,95 Euro“, bot Ihßen an.

Bargeld im Frischmarkt

Sie hatte aber nicht nur eine Notfalldose mitgebracht, sondern auch noch gute Nachrichten im Gepäck: Nach der Volksbank-Schließung im Mai 2017 bekommen die Gestorfer wieder Bargeld. Dank vieler Bemühungen kann nun im Frischmarkt Geld abgehoben werden. „Unser Dank gilt Ernst Rasche, dem Ortsbürgermeister Eberhard Brezski, aber vor allem Lutz Ahlers, der mit seinem Team die Möglichkeit geschaffen hat“, so Ihßen.

Barrierefrei in der Volksbank

Erfreut zeigte sich die Sozialverbandschefin zudem über die Barrierefreiheit bei der Volksbank-Filiale in Bennigsen. „Wir konnten immerhin einen Teilerfolg erzielen.“ Inzwischen befinde sich an der Tür der Volksbank ein Hinweisschild, und wer auf einen Rollstuhl oder einen Rollator angewiesen sei, könne den barrierefreien Hintereingang der Bank nutzen. Bauchschmerzen bereiten dem Sozialverband allerdings die Schließungen der Verwaltungsbüros. „Es ist ein großes Ärgernis“, sagte Ihßen.

Sozialverband unzufrieden mit Verkehrssituation und Schließung der Verwaltungsbüros

Auch die viel befahrene Calenberger Straße ist dem Sozialverband ein Dorn im Auge. Die Kritikpunkte: Die Autos fahren zu schnell, ein Zebrastreifen in der Höhe der Bushaltestelle Auf der Höhe wäre wünschenswert, ebenso ein Radweg oder die Möglichkeit, die Fahrräder auf dem Fußweg zu benutzen. Nicht zuletzt stellen laut Ihßen die parkenden Fahrzeuge ein Hindernis dar, und an der Kreuzung bildeten sich auch Staus in Richtung Völksen. Dies könne durch die Änderung der Ampelschaltung vermieden werden. „Ich hoffe, dass sich die gefährliche und für Anwohner unerträgliche Situation in naher Zukunft ändert“, so Ihßen. Im September machten sich die Mitglieder deswegen auf den Weg zur Ortsratssitzung und baten darum, ein Schreiben an die zuständigen Behörden weiterzuleiten. Der Sozialverband zählt aktuell 102 Mitglieder. Auch dieses Jahr stehen zahlreiche Veranstaltungen im Kalender: „Im April gibt es wieder eine Hollandfahrt zum Wochenmarkt und Gartencenter“, kündigte die Vorsitzende an.

Von Patricia Szabo