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Springe Ecobus: Springe bewirbt sich um Teilnahme am Pilotprojekt in der Region Hannover
Umland Springe Ecobus: Springe bewirbt sich um Teilnahme am Pilotprojekt in der Region Hannover
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17:40 19.04.2019
So ähnlich könnte es zukünftig in Springe aussehen: Im Sommer 2018 hat das Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation den sogenannten Ecobus im Raum Bad Gandersheim getestet. Nun soll das Projekt auch in der Region eine Chance bekommen. Quelle: Foto
Springe

Lange Wartezeiten an der Haltestelle könnten für Springer Bürger bald der Vergangenheit angehören – ein Anruf und schon holt sie ein Bus ab und fährt sie zum Ziel. Das Mobilitätskonzept Ecobus soll jetzt auch in der Region Hannover getestet werden – und Springe hat sich als eine der ersten Gemeinden für die Testphase beworben.

„Sollte die Region den Weg gehen, sollte sie bei uns anfangen, wir haben unseren Hut in den Ring geworfen“, sagt Bürgermeister Christian Springfeld. Konkret gehe es um das Projekt Ecobus, das das Göttinger Max-Planck-Institut bereits im Harz getestet hat. Per App, im Internet oder über das Telefon kann der Bus gebucht werden, der von der Haustür bis zum Wunschort fährt. Dabei werden verschiedene Routen mit ähnlichem Start und Ziel kombiniert. Ähnlich wie das Anrufsammeltaxi, das aber im Gegensatz nur zu festgelegten Zeiten fährt und mindestens eine Stunde vorher angefragt werden muss.

Projektkoordinator und Mobilitätsmanager Michael Patscheke hat das Konzept bereits der Regionspolitik vorgestellt, sagt Klaus Nagel von der FDP, die angeregt hatte, im Verkehrsausschuss über das Thema zu sprechen. „Gerade an Orten, wo der Nahverkehr ausgedünnt wird, wie in Springe, macht das Sinn“, sagt Nagel.

Wann genau die Testphase starten wird, ist noch unklar. „Aber es passiert zeitnah“, sagt Nagel. Gerade vor dem Hintergrund der Diskussion um die Zukunft der Verwaltungsaußenstellen sei der Ecobus ein „Innovationsprojekt, das Springe gerade sehr entgegenkommt“, betont Nagel. Immerhin könnten damit vor allem die älteren Menschen bequem nach Springe kommen.

Für die Bewerbung hat die Stadt bereits Kontakt zu Wirtschaftsdezernent Ulf-Birger Franz aufgenommen. Acht Plätze sind in einem Ecobus vorhanden, berichtete Patscheke während der Sitzung des Verkehrsausschusses in Hannover. Während der Testphase im Harz sei es allerdings immer mal wieder zu Missverständnissen zwischen dem Fahrer und dem Kunden gekommen, wenn es etwa um den Ort des Treffpunkts ging. In diesen Fällen könne aber der Fahrer anonym das Handy des Kunden anrufen, sagt Patscheke. Eine genaue Ankunftszeit des Busses könne aber nicht garantiert werden. Zudem müssten die Autos rechtzeitig gebucht werden.

Im Harz hatten die Initiatoren bewusst die Taxibetreiber als Subunternehmen eingebunden. Mit dem Ergebnis, sagt Patscheke, dass es mehr Umsteiger und sogar mehr Fahrten gegeben habe. Ziel sei es, den heimischen Unternehmen mit dem Angebot keine Konkurrenz zu machen, sondern diese zu beteiligen.

Von Saskia Helmbrecht