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Springe Springer brechen Rekord beim Wasserverbrauch
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Springer zapfen rekordverdächtige Trinkwassermengen

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16:00 28.07.2019
25 Prozent über dem Durchschnitt: Die Springer haben an einem Donnerstag im Juli so viel Trinkwasser abgezapft wie vermutlich nie zuvor. Quelle: Oliver Berg/dpa (Symbolfoto)
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Springe

Das zweite trockene Jahr in Folge lässt sich mittlerweile auch an den Grundwasserständen im Deister ablesen. Zwar sei der im Jahr 2012 gemessene Tiefstwert noch nicht erreicht, „aber wir wissen natürlich nicht, wie sich alles entwickelt, wenn es weiterhin so trocken bleibt“, sagt Tschöpe. „Wir beobachten die Stände intensiv.“

Zumal die Ende Juli 2018 notierte Marke schon jetzt unterschritten ist. Wenn der Netzmeister derzeit morgens die Purena-Zentrale an der Ecke Friedrichstraße/Grasweg in Springe betritt, führt sein erster Weg zu den Tagesprotokollen: Was ist nachgelaufen? Und was haben die Kunden aus dem Netz gezogen? Die Zahlen verraten auch: Abends gegen 21 Uhr gibt es in Springe eine ungewöhnliche Spitze: „Wir gehen davon aus, dass dann viele Gartenbesitzer mit dem Bewässern beginnen.“

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Die Stadtwerke Barsinghausen haben in dieser Woche ihren Kunden untersagt „mit dem Trinkwasser den Rasen zu sprengen, die Gärten zu bewässern oder den Pool zu füllen“. Anderenfalls drohten Engpässe. So dramatisch ist die Lage auf der Springer Seite des Deisters nicht: „Wir sehen derzeit keinen Anlass, eine Verbrauchseinschränkung auszusprechen“, sagt Purena-Sprecher Selim Aksoy. Springe habe den Vorteil, das Trinkwasser sowohl aus dem Grundwasservorkommen als auch aus Quellen beziehen zu können. So werde ausgeglichen, dass zum Beispiel die Samke-Quelle auf ein niedriges Niveau gefallen ist.

Von Marita Scheffler