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Springe Standesamt Springe verzeichnet Rekord-Nachfrage
Umland Springe Standesamt Springe verzeichnet Rekord-Nachfrage
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02:16 30.04.2018
Darauf einen Sekt: Im vergangenen Jahr haben 161 Paare in Springe auf ihre gemeinsame Zukunft als Eheleute angestoßen. Quelle: Foto
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Springe

Die Zahl sei „exorbitant hoch“, sagt Standesamtsleiterin Martina Haugwitz. „Das hatten wir seit den Neunzigerjahren nicht mehr.“

Was Springe so traumhaft attraktiv macht? „Wir sind selber am Rätseln“, gibt Haugwitz ehrlich zu. Die Zeit für eine genaue Analyse fehle derzeit aber – es ist einfach viel zu viel los im Standesamt. Vermutlich liege es am Angebot: „Unsere Orte sind schon sehr besonders. Was wir vorweisen können, können nicht viele andere Städte im Umkreis.“ So kämen mittlerweise auffällig viele Hannoveraner nach Springe. „Und das, obwohl der Hochzeitstag ja immer eng getaktet ist. Da braucht man schon einen guten Grund, um die Fahrzeit auf sich zu nehmen.“

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Als neuer Magnet entwickelt sich die vor zwei Jahren ins Programm genommene Paradies-Schmiede von Christine und Andreas Rimkus. „Das Angebot ist deutschlandweit einmalig“, sagt Haugwitz. Erst neulich habe sie über Brautleute gestaunt, denen eine zweieinhalbstündige Anreise nicht zu weit ist und die für ihre Gäste einen kompletten Bus anmieten wollen.

Am beliebtesten bei Liebespaaren aus der Deisterstadt ist mit Abstand der Gutshof von Illten in Gestorf. Dann folgt das Alte Rathaus. Zu den insgesamt fünf Trau-Orten in Springe gehören neben der Paradies-Schmiede auch das Jagdschloss und das Museum auf dem Burghof.

Terminkalender ist voll

Die große Nachfrage führt dazu, dass der Terminkalender lange im Voraus gefüllt ist. „Die Samstage in den Sommermonaten waren in diesem Jahr raketenschnell weg“, sagt Haugwitz. Anmeldungen für die Sonnabende 2019 hätten Haugwitz und ihre Kollegen eigentlich erst ab Oktober angenommen. Um Paaren aus Springe entgegenzukommen – und ihnen Planungssicherheit zu geben – ändern sie jetzt den Modus. Für 2019 sind ab sofort Reservierungen möglich.

Für alle Termine gilt: Das erste Paar, das bucht, bestimmt den Trau-Ort. Nur dank dieser Regel können es die Standesbeamten schaffen, sich an jedem Sondertermin insgesamt vier Paaren zu widmen.

Die Extra-Termine im kommenden Jahr sind am 30. März, 27. April, 25. Mai, 22. Juni, 24. August, 21. September sowie am 26. Oktober und am 14. Dezember. Zu den Sonnabenden kommen die Moonlight-Trauungen am Freitagabend, 15. November, hinzu.

Von Marita Scheffler