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Springe Waldkindergarten startet im August mit 15 Plätzen
Umland Springe Waldkindergarten startet im August mit 15 Plätzen
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06:00 04.05.2019
Bieten 15 Kindern fünf Stunden am Tag Betreuung: Vorstand und Erzieherteam stellen das Konzept des neuen Waldkindergartens in Lüdersen vor. Quelle: : Heinz Bähre
Lüdersen

Anfang August wird der Waldkindergarten in Lüdersen starten. Das teilte Mitinitiatorin Frauke Luyken jetzt bei einer Infoveranstaltung mit. Die Einrichtung soll an einem Waldstück am Wolfsberg in der Verlängerung des Linderter Wegs entstehen. Im Bennigser Kindergarten Am Gut konnten sich Eltern und Anlieger informieren und Fragen zu Konzept und Pädagogik stellen.

Mitarbeiterin Stefanie Neues ist bereits heute in einem anderen Waldkindergarten tätig. „Mir ist noch kein Kind abhandengekommen“, beruhigte sie besorgte Eltern. Es gebe im Wald Regeln zur Hör- und Sichtweite. Außerdem suche man sich natürliche Grenzen. Dies könne etwa eine Mulde oder eine Baumgruppe sein. Zudem würden sich die Kleinen auch gegenseitig im Blick behalten.

Bauwagen steht als Unterkunft in Waldstück am Wolfsberg bereit

Mit 15 Kindern werde der Kindergarten im August starten, teilte Luyken mit. Die Aufsichtsbehörde, die Naturschutzbehörde und auch die örtliche Jägerschaft habe man vorab beteiligt. Die Stadt Springe unterstütze das Projekt. Ein Bauwagen als Unterkunft sei vorhanden. Bei Extremwetter können die Waldkinder bei der Diakonie Himmelsthür im Ort unterkommen.

Diakonie Himmelsthür hilft bei Extremwetter aus

Die Unterschiede zwischen einem normalen Kindergarten und einem Waldkindergarten machte Neues an Beispielen deutlich: Die Kinder sind meistens im Wald. Nur bei extremem Regen oder teilweise im Winter nutze man den Bauwagen. „Die Kinder lernen, dass Regen ein Segen ist“, so Neues – sie seien neugierig, forschten und sähen, was sich durch das Wasser entwickle. „Für Kinder ist die Erfahrung Wald wichtig. Sie sollen sich in der Natur frei bewegen können, den Wald entdecken und erforschen.“ Ziel sei es, die Jüngsten für den Lebensraum zu begeistern und sie zu ermutigen. Täglich nutze man den natürlichen Bewegungsdrang der Kinder: „Sie haben viel freies Spiel.“ Aber es gebe auch typische Angebote wie Oster- und Weihnachtsbasteln, ein gemeinsames Frühstück und Gesang zum Tagesabschluss. Draußen im Wald können die Kinder viel eigene Kreativität ausleben.

Keine Betreuung am Nachmittag

Für einige Eltern könne auch die vergleichsweise überschaubare Gruppengröße mit nur 15 Kindern ein wichtiger Punkt sein. Weil nach fünf Betreuungsstunden Schluss sei, fragten einige Eltern nach der Nachmittagsbetreuung. Vorstand und das Erzieherteam verwiesen auf die Möglichkeit, per Tageseltern oder Eigen-Einsatz Lösungen zu finden. Dazu werde eine Liste ausgelegt, in der jeder seine freien Zeiten eintragen könne.

Erreichbar ist das Waldkindergarten-Team per E-Mail an info@waldkinder-luedersen.de.

Von Heinz Bähre