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Umland Rentner steckt zwei Stunden im Aufzug fest
Umland Rentner steckt zwei Stunden im Aufzug fest
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18:38 17.08.2014
Der Fahrstuhl am Bahnhof Letter funktionierte schon öfter nicht. Am Freitagabend ist ein Rentner zwei Stunden darin eingesperrt gewesen.
Der Fahrstuhl am Bahnhof Letter funktionierte schon öfter nicht. Am Freitagabend ist ein Rentner zwei Stunden darin eingesperrt gewesen. Quelle: Kühn/Archiv
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Der Senior war gegen 19 Uhr mit der S-Bahn aus Hannover gekommen. Mit seinen Hunden und seinen Einkäufen wollte er den Aufzug zur Rampe nehmen. Dieser setzte sich aber nur kurz in Bewegung, stoppte dann und fuhr zurück. Der 71-Jährige war gefangen - und sollte es für zwei Stunden bleiben. Ein Handy hatte der Letteraner nicht dabei. Er drückte den Notrufknopf, das tat er noch zwei weitere Male im Abstand von 15 Minuten. Jedes Mal meldete sich ein Mann, der dem Rentner versicherte, eine Aufzugsfirma zu verständigen. Laut Bundespolizei laufen alle Notrufe aus Aufzügen in Bahnhöfen bei der zuständigen 3S-Zentrale der Deutschen Bahn, in diesem Fall im Hauptbahnhof Hannover auf.

Nach dem letzten Drücken sagte der Mann aus der 3S-Zentrale dem Rentner, dass er jetzt die Feuerwehr verständigen werde. Die kam prompt, konnte aber zunächst auch nichts ausrichten. Endlich gegen 21.20 Uhr traf der Servicetechniker ein. Aber auch ihm gelang es nicht, den Aufzug zu bewegen. Es gab keinen anderen Weg: Dem Eingeschlossenen wurde eine Decke durch einen mit Gewalt aufgehaltenen Spalt zwischen den Glastüren gereicht. Dann musste sich der 71-Jährige mit den Hunden in einer Ecke der Kabine darunter verkriechen, damit ihn herumfliegende Glassplitter bei der Öffnung mit dem Spreizer nicht verletzen konnten.

Der Fahrstuhl ist jetzt außer Betrieb, der Strom abgestellt. Ein ähnlicher Vorfall hatte sich bereits im vergangenen Dezember ereignet. Auch damals musste die Feuerwehr nachts aus diesem Fahrstuhl einen 20-Jährigen befreien. Die Reparatur zog sich bis Ende Januar hin, auch weil die Bahn die Umstände klären wollte.

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