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Umland Unwetter wütet in der Region Hannover
Umland Unwetter wütet in der Region Hannover
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20:55 10.06.2014
Gewitter bei Hildesheim: Auch in Niedersachsen wütete in der Nacht zum Dienstag ein Unwetter. Quelle: Julian Stratenschulte/dpa
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Hannover

In der Nacht zum Dienstag wütete auch in Hannover ein Unwetter, das zuvor für kritische Zustände in Nordrhein-Westfalen gesorgt hatte. Dabei kam es laut der Polizei Hannover zu mehreren Blitzeinschlägen und Bränden in der Region, sowie umgekippten Bäumen.

Gegen Mitternacht schlug zunächst in Benthe ein Blitz in ein Haus ein. Ein weiterer Einschlag erfolgte etwa eine halbe Stunde später in einen Dachstuhl in Scharrel. Der Dachstuhl des zur Zeit unbewohnten Hauses fing Feuer und wurde stark beschädigt. Dabei entstand ein Schaden von etwa 50.000 Euro. Umgestürzte Bäume behinderten die Fahrbahnen auf der B188 und der Spreewaldallee bei Uetze und auf der Neuwarmbüchener Straße bei Kirchhorst.

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Erst schien die Sonne, dann verdunkelte sich der Himmel: Pfingsten ging vielerorts mit schweren Unwettern zu Ende.

In Wunstorf schlug gegen 3.45 Uhr ein Blitz in eine Gartenlaube ein. Dabei fing die Wandverkleidung Feuer, konnte nach Angaben der örtlichen Feuerwehr jedoch mit einer Kübelspritze gelöscht werden. Kurz darauf gegen 4.05 Uhr sorgte ein Blitzeinschlag in eine Scheune in Großburgwedel für einen Brand, bei dem ein Schuppen und ein Stall in Flammen standen. Die Löscharbeiten an der Straße Im Winkel dauerten etwa zwei Stunden an.

Im Stadtgebiet von Hannover hatte sich die Feuerwehr auf eine arbeitsreiche Nacht eingestellt, es wurden vorsorglich zusätzliche Einsatzkräfte alarmiert. Wie die Feuerwehr am Dienstagvormittag mitteilte kam es jedoch entgegen der Prognosen bis 7 Uhr morgens lediglich zu zwei kleineren Einsätzen im Stadtgebiet. In Döhren drohte Regenwasser in ein haus zu laufen, und in der List musste ein etwa sechs Meter langer Ast von der Straße geräumt werden. Nach Informationen der dpa setzte in Hannover ein Blitz den Dachstuhl eines Rohbaus in Flammen. Die Polizei soll den Schaden an dem leerstehenden Haus auf rund 20.000 Euro geschätzt haben.

Vielen Menschen in der Region hat das Gewitter eine schlaflose Nacht beschert. Via Facebook erreichten uns zahlreiche Meldungen aus dem Umland. Wohl am schlimmsten traf es Uwe Bentlage aus Garbsen. Er saß in einem Flugzeug aus Kroatien, das wegen der Wetterturbulenzen statt in Hannover in Paderborn zwischenlanden musste.

Schwere Unwetter in ganz Niedersachsen

Auch im restlichen Niedersachsen hat das Unwetter in der Nacht zum Dienstag kräftig gewütet und erheblichen Sachschaden verursacht. Vielerorts kam es zu Blitzeinschlägen und Überflutungen. Menschen wurden nach Angaben der Polizei nicht verletzt. Im Westen kam es nach heftigen Regenfällen zu Überflutungen.

In Beesten (Landkreis Emsland) ging ein Dachstuhl nach einem Blitzeinschlag in Flammen auf. Das Dach wurde dabei vollkommen zerstört. Es entstand ein Sachschaden von 200.000 Euro.

Eine Scheune in Nahrendorf (Landkreis Lüneburg) brannte nach einem Blitzeinschlag vollkommen aus. Rund 120 Helfer der Feuerwehr waren mehrere Stunden im Einsatz. Der Sachschaden liegt bei mehreren zehntausend Euro.

In Nienburg verursachten Blitzeinschläge leichte Schäden an Wohnhäusern. Die Feuerwehr musste zwei Dachstühle in der Altstadt löschen. Starke Regenfälle beschleunigten die Löscharbeiten der Rettungskräfte. Die Bewohner der Häuser konnten sich selbst in Sicherheit bringen.

Die Feuerwehr in Braunschweig musste einen 20 Meter hohen Baum im Gauß-Park fällen. Der Baum drohte nach dem Gewittersturm auseinanderzubrechen. Der Park wurde vorübergehend gesperrt.

Erneute Unwetterwarnung am Dienstag

Nachdem sich die Wetterlage in der Region Hannover am Dienstagvormittag stark entspannte, warnt der Deutsche Wetterdienst nun erneut vor schweren Gewittern, die im Zeitraum von Dienstag, 19 Uhr, bis Mittwoch, 12 Uhr, von Südwesten kommen sollen. Dabei sollen Starkregen, großkörniger Hagel, schwere Sturmböen um 100 Stundenkilometer, sowie lokale Orkanböen über 120 Stundenkilometer auftreten. Die Prognose werde in den kommenden zwölf Stunden konkretisiert. Wir aktualisieren diese Informationen fortlaufend, hier im Artikel, sowie auf Twitter und Facebook.

Verspätungen bei der Bahn

Aufgrund des Unwetters kommt es auch am Dienstag noch zu Verspätungen bei vielen Zügen der Deutschen Bahn. Insbesondere sind jene Verbindungen betroffen, die aus Nordrhein-Westfalen kommen. Dort wurde am Montag zeitweise der komplette Bahnverkehr eingestellt und in Teilen in der Nacht erst wieder aufgenommen. Reisende, die von Hannover aus in Richtung Berlin unterwegs sind, mussten in den Morgenstunden am Dienstag Verspätungen von bis zu zwei Stunden oder länger in Kauf nehmen.

Aktuelle Informationen zu Verspätungen bei der Deutschen Bahn finden Sie über die Live-Auskunft.

jos/dpa

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