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Umland Trio nutzte Beerdigungen für Einbrüche
Umland Trio nutzte Beerdigungen für Einbrüche
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19:51 10.07.2015
Von Tobias Morchner
Quelle: dpa (Symbolbild)
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Hannover

Die Polizei hat eine Einbrecherbande festgenommen, deren Masche es war, die Abwesenheit ihrer Opfer wegen Trauerfeierlichkeiten auszunutzen. 23-mal sollen die beiden 28 und 32 Jahre alten Männer und ihre 29-jährige Komplizin auf diese Weise erfolgreich auf Beutezug in Hannover und ganz Niedersachsen gegangen sein. Die Männer sitzen inzwischen in Untersuchungshaft. Die Frau wurde unter Auflagen wieder auf freien Fuß gesetzt.

Bei der Einbruchsserie, die im Februar ihren Anfang nahm, gingen die Täter stets nach dem gleichen Muster vor. Sie werteten die Todesanzeigen in den Zeitungen aus und bekamen auf diese Weise die Adressen der Familien heraus, die gerade einen Todesfall zu beklagen hatten – sowie das genaue Datum der Beisetzung. Die Abwesenheit der Trauernden nutzten sie aus, um in die Häuser und Wohnungen der Betroffenen einzusteigen. Der Polizei fiel die Masche bei der Auswertung der Vorgehensweisen nach Einbrüchen und durch den Kontakt mit Kollegen anderer Dienststellen schließlich auf. Durch verdeckte Ermittlungen kamen sie der Bande schließlich auf die Schliche.

Die 29-Jährige wurde bereits am 24. Juni in einer Wohnung in Hildesheim festgenommen. Einen Tag später erfolgte die Festnahme des 32-jährigen Einbrechers im Bereich Nienburg. Am Mittwoch verhafteten die Beamten schließlich das dritte Bandenmitglied im Kreis Schaumburg. Bei den anschließenden Durchsuchungen fanden die Ermittler auch mutmaßliches Diebesgut. Es stammt wahrscheinlich aus drei Einbrüchen in Barsinghausen. Derzeit prüft die Polizei, ob die Täter für mögliche weitere Einbrüche verantwortlich sind.

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