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Umland Neuer Fernradweg eröffnet
Umland Neuer Fernradweg eröffnet
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00:16 13.07.2015
Von Bernd Haase
Auch der Rattenfänger von Hameln war mit von der Partie und sorgte für den Farbtupfer im Radlerpulk. Quelle: Rainer Surrey
Hannover

Gemessen an der Gesamtlänge der neuen Kulturroute für Freizeitradler und Touristen haben rund 50 Bürgermeister und Landräte am Donnerstag eine eher kurze Strecke zurückgelegt. Sie fuhren vom Maschsee-Westufer zum Wilhelm-Busch-Museum, also etwa fünf Kilometer. Für die Gesamtstrecke hätten sie wesentlich mehr Zeit mitbringen müssen. Sie beträgt 800 Kilometer, damit darf man die Kulturroute mit Fug und Recht als Fernradweg bezeichnen.

Hinter dem Projekt stecht das Netzwerk Erweiterter Wirtschaftsraum Hannover (EWH), hinter dem die Region, alle angrenzenden Landkreise sowie die Kreisstädte stecken. Die Idee lautet, die kulturellen Attraktionen und Angebote zu verbinden. Zu ihnen zählen etwa die Residenzstadt Celle, die mittelalterlichen Klöster Loccum und Walsrode, die Weltkulturerbestätten Fagus-Werk in Alfeld und Hildesheimer Dom oder das Sprengel Museum und die Herrenhäuser Gärten in der Landeshauptstadt.

Die Region Hannover sowie angrenzende Landkreise und Kreisstädte haben einen neuen Fernradweg eingeweiht.

Vom neuen Fernradweg erhofft sich das EWH einen Schub im Tourismus. Eine Studie hat ergeben, dass das Angebot jährlich 42 000 Übernachtungsgäste und zusätzlich 15 000 Tagesausflügler von außerhalb des Wirtschaftsraums anlockt. Sie sollen Hotellerie und Gastronomie ein jährliches Umsatzplus in Höhe von zehn Millionen Euro bescheren. Planung und Erstellung der Kulturroute haben 220 000 Euro gekostet, wobei sich die Europäische Union mit 120 000 Euro beteiligte.

Für die Route sind keine neuen Wege gebaut, sondern bestehende verknüpft worden. Zu erkennen ist sie anhand von 1600 an Wegweisern angehängten Plaketten, die ein weißes K auf farbigem Grund zeigen. Rot markiert dabei die Hauptroute, grün markiert Neben- und blau Ergänzungsstrecken. Die 800 Kilometer lange Hauptroute führt von Hannover über Hildesheim, Bad Gandersheim, Elze, Hameln, Stadthagen, Neustadt, Schwarmstedt, Celle zurück zum Start. Gegliedert ist das Ganze in 15 Einzeletappen, die man nacheinander absolvieren kann, aber nicht muss. Die einzelnen Etappenziele sind sämtlich mit den Zügen des öffentlichen Nahverkehrs erreichbar.

Zur Eröffnung gab es am Donnerstag am Museum einen Markt der Möglichkeiten in Sachen Tourismus. Dort gab es auch die Radkarte zur Kulturroute und die Etappenbeschreibungen. Die erste Auflage ist kostenlos beispielsweise in Bürgerämtern der Rathäuser erhältlich. Alternativ kann man sich im Internet unter www.kulturroute-hannover.de informieren.

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