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Umland Rathäuser passen ins Handy
Umland Rathäuser passen ins Handy
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17:55 15.12.2014
Von Kerstin Hamann
Nur die Gemeinde Isernhagen hat noch keine handyfreundliche Version ihres Internetauftritts im Angebot. Was das angeht, sind die Nachbarkommunen etwas weiter.
Nur die Gemeinde Isernhagen hat noch keine handyfreundliche Version ihres Internetauftritts im Angebot. Was das angeht, sind die Nachbarkommunen etwas weiter. Quelle: Carina Bahl
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Welche Politiker treffen sich wann und wo zur öffentlichen Sitzung? Welches Amt steht für welche Aufgaben? Und Achtung: Betrüger versuchen angeblich im Auftrag der Gemeinde, Anzeigen zu verkaufen. Online gibt es für Bürger viel zu erfahren, wenn sie im Internet die Seiten ihrer Gemeinden und Städte besuchen.

Aber noch mehr: Damit die Bürger auch auf dem kleinen Display ihrer Handys schnell und übersichtlich erfahren können, was sich in ihrer Kommune tut, bieten Langenhagen, Burgwedel und die Wedemark ihre Internetseiten inzwischen sogar in Smartphone-optimierten Ansichten an. Nur wer das Rathaus Isernhagen online besucht, muss sich noch durch eine riesige Seitenansicht scrollen, zoomen und suchen. Es gab keine Entscheidung dazu, die Personalkapazitäten zu erhöhen, sagt Svenja Theunert, Sprecherin der Gemeinde. „Der Arbeitsaufwand ist erheblich höher.“ Aus diesem Grund sei Isernhagen auch noch nicht in den sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter vertreten. Allerdings arbeite die Verwaltung derzeit daran, den Auftritt der Gemeindehomepage handyfreundlich umzugestalten.

Wie wichtig es ist, sich im Internet bürgerfreundlich zu präsentieren, hat auch die Stadt Langenhagen erkannt. Wer sich mit seinem Handy online auf der Rathaus-Seite bewegt, wird automatisch auf eine mobile Version geleitet, die übersichtlich die Stadtangebote auf dem Bildschirm darstellt. Des Weiteren plant die Stadt, sich im nächsten Jahr auch bei Twitter den Bürgern zu präsentieren und sie so zeitnah online mit Neuigkeiten zu versorgen. Auf Facebook ist Langenhagen schon länger mit dabei. Ergänzend dazu können Bürger seit 2013 über die App des „Mängelmelders“ oder über die Internetseite der Stadt ihre Hinweise, Wünsche und Ideen online übermitteln. „Dieses Tool erfreut sich großer Akzeptanz und wird umfangreich genutzt“, sagt die Internetbeauftragte Sabine Mossig.

Ganz weit vorn im regionalen Mini-Ranking der Onlinekommunikation ist die Wedemark. Hinrich Burmeister ist als Pressesprecher nicht nur für die Pflege der Smartphone-optimierten Internetseite zuständig. Nein, er twittert und stellt Neuigkeiten aus der Politik und dem Gemeindeleben bei Facebook ein. Dabei folgt er keiner strikten Vorgabe wie beispielsweise, dass jeden Tag mindestens eine Nachricht veröffentlicht werden muss. „Immer dann, wenn was los ist. Und eigentlich ist immer etwas los“, sagt er. „Wir haben 526 Fans auf Facebook und 320 Follower auf Twitter. Nutzer posten Kommentare und geben Anregungen und Hinweise.“ Aktiv in den sozialen Netzwerken ist die Gemeinde seit etwa drei Jahren.

Auch Burgwedel gibt es schon handyfreundlich im Internet zu erkunden - und das auch auf Facebook. Je nach Themen erfolgt die Koordination durch die Öffentlichkeitsarbeit oder die einzelnen Ämter selbst. Einen Twitterkanal bedient die Stadt bisher nicht. Dafür können sich Bürger aber seit gut zwei Jahren online beschweren, Hinweise und Anregungen abgeben, ohne persönlich im Rathaus vorstellig werden zu müssen.

Michael B. Berger 14.12.2014
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