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Umland In der Region fehlt es an Gewerbeflächen
Umland In der Region fehlt es an Gewerbeflächen
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21:42 18.07.2017
Von Bernd Haase
Am Flughafen befindet sich eins der größten Gewerbegebiete der Region. Es wird im Westen erweitert. Quelle: Archiv
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Hannover

Nach einem zwischenzeitlichen deutlichen Rückgang sind in der Region Hannover 2016 wieder deutlich mehr Gewerbeflächen umgesetzt worden. Trotzdem bleibt der Markt schwierig: „Der geringe Anteil sofort verfügbarer Flächen mit Autobahnanbindung bereitet uns nach wie vor Sorgen“, sagt Ulf-Birger Franz, Wirtschaftsdezernent der Region.

Kommunen veräußern 65 Hektar

Laut Gewerbeflächenmonitoring wurden 2016 insgesamt 64 Hektar veräußert; die größten Anteile entfielen dabei auf die Stadt Hannover und Lehrte. Im Vorjahr waren es nur 40,4 Hektar gewesen. Der Durchschnitt über die vergangenen 25 Jahre liegt bei 62 Hektar. Laut Region kommen die Käufer, die die Flächen erwerben, in der Regel aus der jeweiligen Kommune: Sie greifen dabei vor allem auf relativ kleine Grundstücke zurück.

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Theoretisch verfügt die Region über eine Liste, in der 775 Hektar Gewerbeflächen als nutzbar aufgeführt sind. Mehr als 40 Prozent liegen in Autobahnnähe. Der Haken: Nur 38 Hektar haben einen Bebauungsplan, sind erschlossen und befinden sich in kommunalem Eigentum. Nur wenn diese Kriterien erfüllt sind, können sie zügig vermarktet werden.

Logistikbranche will Nähe zur Autobahn

Bedarf für größere Flächen mit Autobahnanbindung - also maximal zwei Kilometer von der nächsten Anschlussstelle entfernt - meldet vor allem die Logistikbranche. „Wir sind zuversichtlich, dass wir bald wieder Grundstücke bereitstellen können“, sagt Franz. Dabei geht es um zwei Gebiete im Westen des Flughafens in Langenhagen sowie Flächen in Barsinghausen-Groß Munzel und in Wunstorf.

Weil auch Produktion und Wissenschaft Standorte benötigen, lässt die Region derzeit eine umfassende Bestandsaufnahme anfertigen. Dabei stehen unter anderem Gewerbebrachen und Baulücken im Fokus.