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Uetze Bürgerinitiatve : „K+S macht mit Haldenabdeckung Gewinn“
Umland Uetze Bürgerinitiatve : „K+S macht mit Haldenabdeckung Gewinn“
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14:34 17.04.2019
Der Wathlinger Kaliberg ist die Abraumhalde de stillgelegten Hänigser und Wathlinger Bergwerks. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
Hänigsen/Wathlingen

Die Bürgerinitiative Umwelt Uetze sieht sich in einem Beitrag der Serie Giftmüll des Deutschlandfunks in ihrer Auffassung bestätigt, dass die Abdeckung des Wathlinger Kalibergs mit belastetem Bauschutt und Bodenaushub für den Konzern K+S ein großes Geschäft ist. In dem Rundfunkbericht ist davon die Rede, dass man in der Abfall- und Recyclingbranche inzwischen für die Annahme von belastetem Bauschutt und Bodenaushub 30 bis 50 Euro pro Tonne zahle. Der Preis sei abhängig von der Art und vom Grad der Belastung.

Wolfgang Tannenberg, Vorsitzender der Bürgerinitiative (BI) Umwelt Uetze, verweist darauf, dass sich die Gewinnspanne für K+S seit 2016 vergrößert habe. 2016 seien 18,50 Euro je Tonne üblich gewesen. Damals sei man noch von einer Preissteigerung auf 20 Euro je Tonne ausgegangen.

„Unternehmen dürfen Geld verdienen“, betont K+S-Projektleiter Gerold Jahn in dem Rundfunkbeitrag. Die Abdeckung der Halde des stillgelegten Wathlinger und Hänigser Bergwerks Niedersachsen-Riedel sei mit hohem Aufwand verbunden. Daher sei K+S froh, dass das Unternehmen mit der Annahme des Materials für die Abdeckung einen Erlös erziele, der den Aufwand decke.

Die Bürgerinitiative stellt nicht in Abrede, dass Unternehmen Gewinne erzielen dürfen. „Aber nicht auf Kosten der Einwohner und der Umwelt“, sagt der stellvertretende BI-Vorsitzende Georg Beu. Sorge bereitet den Umweltschützern die Staubentwicklung bei der Annahme des belasteten Materials. Sie fordern, den Kaliberg, der unten nicht abgedichtet ist, zu beseitigen. Er habe Kontakt mit dem Grundwasser und versalze es.

Das hatte Jahn im Deutschlandfunk bestritten: Der Salzgehalt des Grundwassers rühre vom Salzstock im Untergrund her. „Warum wird die tatsächliche Situation unter der Halde nicht endlich einmal untersucht?“ fragt Tannenberg. Das sei technisch möglich.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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