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Uetze Friedhof ohne Wasser: Pflanzen auf Katenser Gräbern vertrocknen
Umland Uetze

Friedhof Uetze-Katensen ist ohne Wasser: Pflanzen auf Gräbern vertrocknen 

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06:59 27.09.2019
Der Bauhof hat in Katensen zwar einen Wassertank auf dem Friedhof aufgestellt, seit kein Wasser mehr aus den Hähnen kommt. Doch das Problem ist damit nicht gelöst. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
Katensen

Auf dem Friedhof in Uetze-Katensen gibt es Ärger: Aus den beiden Wasserhähnen kommt seit Längerem kein Wasser mehr. Denn die Pumpe, die aus einem Brunnen am Sportheim Grundwasser fördert und auch den Friedhof mit Wasser versorgt, ist defekt. In der jüngsten Sitzung des Ratsausschusses für Verkehr, Umwelt und Planung hat Ratsherr Olaf Reese (Freie) „eine schnelle Lösung“ gefordert.

Nach den Worten des Uetzer Umweltsachbearbeiters Johannes Leßmann ist im trockenen Sommer 2018 der Wasserstand im Brunnen so sehr gefallen, dass die Pumpe heiß gelaufen sei. Daher haben die Dichtungen Schaden genommen. Die Folge: Aus der undichten Pumpe tritt Wasser aus, das die Sportler bislang in einem Behälter aufgefangen haben.

Die Pumpe, die im Büro des Sportvereins installiert ist, sprang laut Reese in der Vergangenheit immer dann an, wenn jemand auf dem Friedhof einen der beiden Wasserhähne aufdrehte. Zunächst hätten Vereinsmitglieder regelmäßig den Auffangbehälter geleert, damit kein Wasser ins gemeindeeigene Gebäude läuft. „Das ist auf Dauer ehrenamtlich nicht zu leisten“, sagte Reese. Daher habe der Sportverein die Pumpe ganz abgestellt.

Ratsherr füllt Wassertank auf dem Friedhof

Damit Hinterbliebene weiter die Gräber bewässern können, hat der Bauhof auf dem Friedhof einen Wassertank aufgestellt, den Bauhofmitarbeiter regelmäßig befüllen sollen. Am vergangenen Wochenende habe die Volksseele in Katensen gekocht, weil der Tank mit einem Volumen von etwa 1,5 Kubikmetern seit Längerem leer gewesen sei, berichtete Reese. „Darauf bin ich am Sonntag mehrmals angesprochen worden“, sagte der Ratsherr aus Katensen. Einwohner hätten sich bei ihm beschwert, weil schon Pflanzen auf den Gräbern vertrocknet seien.

Reese befüllte daher am Sonntag den Tank mit einem privaten Schlauch, den er an einen Wasserhahn auf dem Friedhof anschloss. Zuvor hatte er die Pumpe im Sportheim vorübergehend angestellt. „Am Montag waren bereits wieder 600 Liter raus“, berichtete er im Ausschuss. Das zeige den großen Wasserbedarf auf dem Friedhof. Er habe daher noch am selben Tag im Dunkeln Wasser nachgefüllt.

Zwei Lösungen sind im Gespräch

„Unser Ziel ist eine autarke Lösung für den Friedhof“, antwortete der zuständige Fachbereichsleiter Sven Kuchenbecker. Eine Möglichkeit ist, die Wasserhähne auf dem Friedhof an eine Trinkwasserleitung anzuschließen. Der Anschluss würde rund 5000 Euro kosten. Außerdem fielen Wassergebühren für die entnommene Menge an. „Oder wir müssen auf dem Friedhof einen Brunnen bohren“, sagte Kuchenbecker.

Nach Reeses Ansicht muss der Rat Geld für den Anschluss an die Trinkwasserversorgung bereitstellen: „Das ist die sicherste Lösung.“ Auf keinen Fall dürfe im nächsten Frühjahr eine Situation wie in den vergangenen Tagen entstehen.

Lesen Sie auch:Friedhof Katensen: Gemeinde lässt Soldatengrab einebnen

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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