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Umland Uetze Nachrichten DNA-Analyse belegt: Ein Wolf riss die Schafe
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00:16 21.05.2016
Von Anette Wulf-Dettmer
Es ist ein Wolf gewesen, der vier Kamerunschafe auf einer Weide bei Obershagen getötet hat. Quelle: Archiv
Obershagen

Der Wolf hatte gleich zweimal auf der Weide in der Obershagener Feldmark gejagt: In der Nacht zum 22. März riss er drei Schafe und verletzte zwei. Nur zwei Nächte später stillte das Raubtier seinen Hunger erneut auf Hartmanns Weide. Es riss ein Schaf und fraß es halb auf. Nach dem ersten Angriff des Wolfs wollte Hartmann die verbliebenen Tiere einfangen und in Sicherheit bringen. Das gelang ihm aber nicht, weil die Schafe zu verschreckt waren.

Eines der verletzten Schafe musste zudem getötet werden, weil es nicht mehr zu retten war. Damit hat der Wolf die Hälfte der zehnköpfigen Herde gerissen. „Eine Entschädigung erhalte ich vermutlich nicht“, sagt Hartmann. Denn die Weide sei nicht wolfssicher eingezäunt gewesen.

Er werde wohl nicht umhinkommen, einen wolfssicheren Zaun zu ziehen. Für die Installation eines solchen Schutzzauns können Landwirte Zuschüsse beantragen. „Doch bei dem ganzen Bürokratismus rechne ich mit der Genehmigung nicht vor Ende des Jahres.“

Auf dem Dauergrünland hält der Obershagener nur in den Wintermonaten Schafe. Im Sommer nutzt er sie für seinen Hauptbetriebszweig, die Mutterkuhhaltung. Nachdem es jetzt erwiesen ist, dass der Wolf für den Angriff verantwortlich ist, hat Hartmann nach eigenen Worten Bedenken, demnächst seine Kühe mit den jungen Kälbern auf die Weide zu lassen. „Vor allem weil in der Nachbarschaft schon ein Kalb auf einer Weide verletzt wurde.“

Vermutlich werde er deshalb in diesem Sommer nur die alten Kühe dort weiden lassen. Trotzdem hat Hartmann ein mulmiges Gefühl: „Denn selbst wenn der Wolf keine Kuh erwischt, könnte er die Herde in Panik versetzen, sodass die Tiere ausbrechen.“

Tobias Hartmann schaut sich das gerissene Kamerunschaf an, das am Hinterteil angefressen worden ist.b Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

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