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13:47 03.07.2016
Von Friedrich-Wilhelm Schiller
Famila-Warenhausleiter Stefan Hechenblaikner (von links), Marc Breuer, Bürgermeister Werner Backeberg und Rathaussprecher Andreas Fitz schauen sich den Küchen- und Essenbereich an, der noch für die neue Wohngruppe hergerichtet wird. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
Dedenhausen

Nach Auskunft Marc Breuers, der das Domiziel mit seiner Frau Monnika leitet, gab es für die Belegung der neuen Plätze Anfragen aus ganz Deutschland. Die neue Wohngruppe und deren Betreuer ziehen in das einstige Bettenhaus des Hotels ein. "Ich will, dass sich die Jungen wohl fühlen", betonte Breuer. Deshalb werde der Tischlermeister Gerald Thiele mit den Zehn- bis 14-Jährigen nach deren Wünschen individuelle Betten bauen. In diese Betten sollen Schränke und Regale so integriert werden, dass kleine Rückzugsbereiche entstehen.

Für den Bau der Betten hat die Supermarktkette Famila 1500 Euro gespendet. Famila-Warenhausleiter Stefan Hechenblaikner überreichte die Spende bei einem gemeinsamen Besuch mit Bürgermeister Werner Backeberg und Rathaussprecher Andreas Fitz in Dedenhausen.

Ihnen berichtete Breuer, dass auch alle sieben Plätze der ersten Wohngruppe belegt sind. "Für diese Gruppe ist das Aufnahmealter 13 bis 16 Jahre", sagte Monnika Breuer. Die Jugendlichen kommen aus schwierigen Familienverhältnissen. Zum Teil haben sie bereits in anderen Jugendhilfeeinrichtungen gelebt. "Für sie ist es die allerletzte Chance", stellte Breuer klar. Das Domiziel wolle verhindern, dass sie auf die schiefe Bahn abgleiten.

"Wir versuchen, ihnen feste Regeln beizubringen", sagte Marc Breuer. Gleich zu Beginn lernten sie Tischmanieren. Sie erführen zum Beispiel auch, wie sie sich in der Öffentlichkeit benehmen sollen. Für richtiges Verhalten gebe es Lob. Wer sich daneben benehme, werde getadelt, erläuterte er.

Wer ins Domiziel einzieht, muss sein Handy abgeben. So wollen die Breuers verhindern, dass ihre Schützlinge Kontakt zu ihrem alten Umfeld aufnehmen. "Die Rückgabe des Handys können sie sich erarbeiten", sagte Monnika Breuer.

"Wir legen sehr viel Wert auf Bildung", betonte Marc Breuer. Einmal in der Woche fahren die Jungen zum Unterricht nach Hannover. "Diesen Tag genießen sie." An den anderen Tagen findet normaler Schulunterricht statt. Laut Marc Breuer hat gerade ein Jugendlicher den Hauptschulabschluss mit der Durchschnittsnote 2,5 gemacht. "Er hat einen Ausbildungsplatz sicher", sagt der Domiziel-Geschäftsführer. 

Marc Breuer (von rechts) führt Famila-Warenhausleiter Stefan Hechenblaikner, Bürgermeister Werner Backeberg und Rathaussprecher Andreas Fitz durch die Etage, in die die neue Wohngruppe einziehen wird. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

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