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00:30 24.03.2018
In Dollbergen macht die Zukunftswerkstatt eine Umfrage zum Thema Generationenhilfe. Quelle: Wulf-Dettmer
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Dollbergen

 Die Zukunftswerkstatt nimmt ein neues Projekt in Angriff. Es steht unter der Überschrift Generationenhilfe. „Diese bietet generationsübergreifend Hilfen für Menschen an, die kurzfristig Unterstützung benötigen“, erläutern Wolfgang Göpfert und Heinz-Jürgen Weidtmann, ehrenamtliche MItarbeiter der Zukunftswerkstatt.

Es gebe immer mehr Menschen, die selbstständig leben wollten und dafür vorübergehend eine Hilfe in Anspruch nehmen müssten, sagt Göpfert. „Es geht nicht nur um Ältere“, stellt er klar. So könne eine Familie auf fremde Dienste angewiesen sein, wenn die Mutter erkranke. Eine vorübergehende Notsituation könne auch nach einem Krankenhausaufenthalt entstehen. In einer solchen Lage könne jemand zum Beispiel auf Hilfe im Haushhalt, im Garten oder beim Einkaufen,  auf eine Begleitung bei Arztbesuchen oder Behördengängen angewiesen sein.

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„Wir wollen keinem Wirtschaftsunternehmen Arbeit wegnehmen“, stellt Göpfert klar. Es gehe nur um kurzfristige Hilfesangebote in einem begrenzten Zeitraum, betonen er und Weidtmann. Es muss nach Göpferts Worten stets eine besondere Situation vorliegen. Wenn jemand keine Lust zur Gartenarbeit habe, könne er nicht die Generationenhilfe in Anspruch nehmen, sondern müsse ein Gartenbauunternehmen damit beauftragen, sagt Göpfert.

Derzeit verteilt die Zukunftswerkstatt Fragebögen im Dorf. Sie verfolgt damit zwei Ziele. Sie will klären, an welchen Hilfsangeboten ein Bedarf besteht. Außerdem will sie wissen, wer als Helfer zur Verfügung steht. Die Einwohner sollen die Fragebögen bis Sonnabend, 7. April, an Göpfert, Poststraße 11, oder Weidtmann, Heinrich-Heine-Straße 11, zurücksenden. „Dann wollen wir die Fragebogenaktion auswerten“, kündigt Göpfert an. Wenn ein Interesse an der Generationhilfe bestehe, könne Dollbergen eventuell mit dem Nachbardorf Abbensen zusammenarbeiten. Göpfert: „Da läuft schon so etwas.“

Von Friedrich-Wilhelm Schiller