Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Nachrichten Gemeinde will weitere Großtagespflegestelle
Umland Uetze Nachrichten Gemeinde will weitere Großtagespflegestelle
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:18 20.11.2017
In den Kindergärten können 647 Kinder betreut werden. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
Anzeige
Uetze

 Die Geburtenzahlen nehmen zu, und junge Familien ziehen nach Uetze. Die Folge: In der Gemeinde reichen im nächsten Kindertagesstättenjahr 2018/19 die Krippen- und wahrscheinlich auch die Kindergartenplätze nicht mehr aus.

Die Gemeindeverwaltung schlägt vor, den zusätzlichen Bedarf mit einer weiteren privaten Großtagespflegestelle abzudecken, Tagesmütter anzuwerben und im Ruheraum des Hänigser Kindergartens Storchennest eine Kleingruppe mit zehn Kindern unterzubringen.

Anzeige

Die Gemeinde  hat 237 Betreuungsplätze für Ein- bis Dreijahrige. Wenn die Eltern für 60 Prozent dieser Altersgruppe einen Krippenplatz wünschen, fehlen elf Plätze. Nach dem gegenwärtigen Stand werden alle 647 Kindergartenplätze belegt sein. Dabei hat die Verwaltung zugrunde gelegt, dass der Waldkindergarten bei Krätze sowie die neuen Kitas der Arbeiterwohlfahrt in Hänigsen und der Kirchengemeinde Uetze planmäßig 2108  den Betrieb aufnehmen werden und kein zusätzlicher Bedarf infolge von Zuzügen entsteht.

Im Etatentwurf für 2018 hat die Verwaltung für die Einrichtung einer zusätzlichen Großtagespflegestelle 45.000 Euro eingeplant. Vom Land bekäme die Kommune 40.000 Euro erstattet, sodass für sie ein Eigenanteil in Höhe von von 5000 Euro bleibt. Nach Ansicht der Teamleiterin für Kitas, Tamara Möller, bietet sich als Standort das Haus am Pappaul an. Dort ist derzeit noch eine Außengruppe des Kindergartens Storchennest untergebracht, für die die befristete Betriebsgenehmigung Ende Juli ausläuft.

Mittelfristig könnte das Projekt „Alle Kinder unter einem Dach“ in Dollbergen den zusäztlichen Betreuungsbedarf abdecken. Dort ist der Anbau einer Fünf-Gruppen-Kita an die Schule geplant. Außerdem schlägt die Verwaltung vor, langfristig die personalintensiven Ein-Gruppen-Kindergärten in Schwüblingsen und Katensen in einem Neubau zusammenzulegen. In beiden Einrichtungen besteht großer Sanierungsbedarf.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

Anzeige