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Umland Uetze Nachrichten Politiker lehnen Ausdünnung des Fahrplans ab
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16:23 01.12.2017
Regiobus will im Fahrplan der Buslinie 910 einige Nachmittagsfahrten streichen.
Regiobus will im Fahrplan der Buslinie 910 einige Nachmittagsfahrten streichen. Quelle: Joachim Dege
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Uetze

 Das Unternehmen Regiobus muss sparen. Deshalb will es das Angebot auf den Linien 910, 920, 938 und 946 in der Gemeinde Uetze einschränken. Doch das kommt bei den Uetzer Kommunalpolitikern nicht gut an. Eine Ausdünnung des Busfahrplans ist nach Ansicht von Mitgliedern des Ratsausschusses für Verkehr, Umwelt, Planung der falsche Weg, um den öffentlichen Personennahverkehr attraktiv zu machen.

Regiobus plant, auf den Linien 910 und 920 von Hänigsen nach Burgdorf das Angebot auf einen stündlichen Grundtakt zu reduzieren, um die Busse besser auszulasten. Auf der Linie 938 will Regiobus montags bis donnerstags und sonntags die späten Abendverbindungen wegen der geringen Auslastung einstellen. Sonnabends und sonntags sollen die Busse tagsüber nur noch alle zwei Stunden fahren. Die Fahrten sonnabends vor 8 Uhr sollen gestrichen werden.

Auf der Linie 946 (Dollbergen-Burgdorf), mit der Schwüblingser den Bahnhof Immensen-Arpke erreichen, sollen künftig nur noch Busse ab 6.30 Uhr fahren. Der Einsatz eines Ruftaxis soll die acht Busfahrten am Sonnabend ersetzen. Wenn man das Angebot einschränke, werde der ÖPNV unattraktiv, sagte CDU-Ratsherr und Schwüblingsens Ortsbürgermeister Eike Dralle. „Es ist im Gegenteil erklärtes Ziel, dass mehr Menschen den ÖPNV nutzen sollen“, fügte er hinzu. Deshalb müssten auch Busse zu den frühen Zügen fahren. Er forderte, auf der Linie 946 auch einen Bus einzusetzen, mit dem Schwüblingser in Arpke den Zug nach Hannover um 5.34 Uhr erreichen können.

Laut Georg Beu (Grüne) will der Hänigser Ortsrat, dass das Angebot auf den Linien 910, 920 und 938 grundsätzlich erhalten bleibt. Die Busse müssten in Burgdorf mit den Zügen nach Hannover so vertaktet sein, dass die Fahrgäste in Burgdorf keine langen Wartezeiten haben. Außerdem müssten die Planer berücksichtigen, dass Ortschaften wachsen.

Thordies Hanisch (SPD) forderte, dass die Region Hannover „Modellprojekte zur Mobiltät im ländlichen Raum“ starten soll. Ein zweites Ruftaxi müsse fahren, wenn nicht alle Fahrgäste Platz in dem eingesetzten Kleinbus finden. Ruftaxis fahren bereits auf der Linie 950 zum Dollberger Bahnhof.

Der Ausschuss verständigte sich darauf, dass die Gemeindeverwaltung die genannten Vorschläge in ihrer Stellungnahme aufnehmen soll. Nur Andreas Kohlmeier (SPD) hatte daran erinnert, dass die Sparvorschläge die Wirtschaftlichkeit des Linienbusverkehrs durch Regiobus zum Ziel haben.   

Von Friedrich-Wilhelm Schiller