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Umland Uetze Nachrichten Politiker fordern schnelle Aufklärung
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00:15 04.07.2016
Von Friedrich-Wilhelm Schiller
Reinhard Brandes (von links), Hendrik Gellermann, Bernd Gellermann, Bernward Schlossarek, Marion Gellermann und Hans-Joachim Deneke-Jöhrens sehen sich abgestorbenen Bäume an, unter denen noch grünes Gras wächst. Das Gras auf dem Bahndamm (links) ist hingegen ebenfalls abgestorben.
Reinhard Brandes (von links), Hendrik Gellermann, Bernd Gellermann, Bernward Schlossarek, Marion Gellermann und Hans-Joachim Deneke-Jöhrens sehen sich abgestorbenen Bäume an, unter denen noch grünes Gras wächst. Das Gras auf dem Bahndamm (links) ist hingegen ebenfalls abgestorben. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
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Dedenhausen

Auf und am ehemaligen Bahndamm, der zur früheren Raffinerie Sengewald führte, sind Gräser, Bäume und Büsche abgestorben. Backeberg befürchtet, dass die Gifte, die die Vegetationsschäden verursacht haben, in die landwirtschaftlichen Beregnungsbrunnen gelangen könnten, die sich in der Nähe befinden.

"Eine schnelle Aufklärung" hat auch Bernward Schlossarek, Vorsitzender der CDU-Regionsfraktion, gefordert, als er sich mit seinen Fraktionskollegen Marion Gellermann und Manfred Wenzel sowie dem CDU-Landtagsabgeordneten Hans-Joachim Deneke-Jöhrens den Schaden anschaute. Er kritisierte, dass die Regionsverwaltung nur anhand von Fotos des Uetzer Umweltsachbearbeiters Peter Schillhofer darauf geschlossen hat, dass ein unsachgemäßer Herbizideinsatz den Schaden verursacht hat: "Die Ferndiagnose anhand von Fotos halte ich für fragwürdig."

Deneke-Jöhrens, promovierter Agrarwissenschaftler, schloss einen Einsatz von Pflanzenschutzmitteln aus: Wenn dort jemand gespritzt hätte, wäre kein Gras unter den toten Bäumen neben dem Bahndamm mehr grün. "Ich kann nicht begreifen, dass keiner sofort Proben genommen hat", bemängelte der Landtagsabgeordnete.

Bereits in der vorigen Woche hatte die Gemeinde Uetze die Regionsverwaltung informiert. Erst am Montag darauf setzte diese die Landwirtschaftskammer in Kenntnis. Am Dienstag nahm eine Mitarbeiterin der Kammer Pflanzen- und Bodenproben. Die Landwirtschaftskammer lässt diese nach Auskunft des Regionssprechers Klaus Abelmann auf Herbizide, die Regionsverwaltung auf andere Schadstoffe untersuchen. Zudem hat die Feuerwehr am vorigen Sonnabend Wasserproben gezogen, als nach einem Sturzregen Wasser vom Gelände der Firma Remondis auf die einstige Bahntrasse gelaufen war. Auch diese Untersuchungsergebnisse stehen noch aus.

Inzwischen hat Marion Gellermann eine Anfrage an die Regionsverwaltung gestellt. Sie will zum Beispiel wissen, wann sich Mitarbeiter der Region an Ort und Stelle ein Bild von dem Schaden gemacht haben. Außerdem fragt sie, ob das Wasser, das vom Remondis-Gelände geflossen ist, den Boden kontaminiert haben könnte.

Wie die CDU-Politiker kritisiert der Vorsitzende der Dedenhausener SPD, Söhnke Leßmann, dass die Region zunächst nur Rückschlüsse anhand der Fotos gezogen hatte. Für ihn ist allein schon ein Skandal, "dass Tausende Liter stark stinkendes Wasser vom Remondis-Betriebsgelände in die Natur flossen". Leßmann: "Es bleibt nur zu hoffen, dass auch die Betriebssicherheit der Firma Remondis genau überprüft wird." 

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