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09:18 15.12.2014
Für die erwartete Anzahl an Flüchtlingen stehen nicht genügend Unterkünfte zur Verfügung.
Für die erwartete Anzahl an Flüchtlingen stehen nicht genügend Unterkünfte zur Verfügung. Quelle: Symbolbild
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Uetze

Dagmar Lindemann, Leiterin des Teams Sozialleistungen im Rathaus Uetze, schlägt Alarm: Angesichts stetig steigender Flüchtlingszahlen sei im ersten Halbjahr 2015 mit 60 bis 80 neuen Asylbewerbern zu rechnen, die unterzubringen sind. Die Gemeinde habe aber nur maximal 15 Unterbringungsplätze in petto. „Der Rest würde fehlen“, sagt Lindemann. Zwar finde sich in Uetze hier und da mal eine Privatwohnung, die für Flüchtlinge angemietet werden könne. Uetze bräuchte nun aber gleich 50 oder mehr davon.

Vorsorglich hat die Gemeindeverwaltung deshalb im Etatentwurf 2015 eine Million Euro für den Bau eines Flüchtlingswohnheims eingeplant. Ziel sei aber nach wie vor, die Flüchtlinge dezentral unterzubringen, stellt Bürgermeister Werner Backeberg klar. Statt des Baus einer zentralen Unterkunft sei denkbar, dass Investoren auf freien gemeindeeigenen Grundstücken in Baugebieten Einzel- oder Doppelhäuser bauen und diese an die Gemeinde vermieten. Falls der Bau eines Flüchtlingsheims notwendig werden sollte, könnte das eventuell ebenfalls ein Investor übernehmen, sagt Backeberg. Auch in dem Fall würde die Gemeinde das Gebäude mieten. Übergangsweise wäre es zudem möglich, Flüchtlinge in der Obdachlosenunterkunft Hünenburgstraße 14 in Uetze unterzubringen oder Wohncontainer aufzustellen.

Die Stadt Burgdorf lässt derzeit einen Wohnblock im Flüchtlingswohnheim an der Friederikenstraße sanieren. Dort sollen Mitte Januar 25 Menschen einziehen. Allerdings muss die Stadt bis zum Ende des zweiten Quartals 2015 mit 95 weiteren Flüchtlingen rechnen. Ein Ratsbeschluss aus dem Oktober sieht deshalb vor, gegenüber vom Wohnheim an der Friederikenstraße einen zweigeschossigen Wohncontainer für 40 Menschen aufzubauen. Sollte sich anschließend weiterer Bedarf abzeichnen, soll die Obdachlosenunterkunft Drei Eichen abgerissen werden. Auf dem Grundstück wäre dann Platz für einen weiteren großen Wohncontainer. Ebenfalls als möglicher Standort für ein Flüchtlingswohnheim gilt das frei geräumte Gelände der Schlichthäuser an der Eseringer Straße. Allerdings ist für das Areal bereits ein Bebauungsplan mit vier Grundstücken für Einfamilienhäuser beschlossen worden. Zusätzlich problematisch macht die Situation laut Stadtrat Michael Kugel, „dass wir seit etwa einem halben Jahr keine Abgänge haben, was sehr ungewöhnlich ist“.

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