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Umland Uetze Nachrichten Viele junge Störche sind tot
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00:21 07.06.2014
Größere Jungtiere, die nicht mehr unter die Flügel ihrer Eltern passen, haben bei Nässe und Kälte schlechte Karten.
Größere Jungtiere, die nicht mehr unter die Flügel ihrer Eltern passen, haben bei Nässe und Kälte schlechte Karten. Quelle: dpa
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Uetze

Das regnerische und kalte Wetter der vergangenen Wochen hat zahlreiche Jungstörche in Uetze, Burgdorf und Lehrte das Leben gekostet. In Hänigsen etwa „waren drei Jungstörche geschlüpft. Jetzt ist nur noch einer im Nest zu sehen“, sagt Erhard Zander, der Naturschutzbeauftragte der Region Hannover.

Solange der Nachwuchs noch so klein sei, dass die Altvögel ihn mit ihrem Gefieder bei Regen komplett abdecken können, sind die Jungstörche vor den Wetterunbilden geschützt. Doch mit fortschreitendem Wachstum sei eben dieser Regenschutz für die Brut nicht mehr gegeben: „Da das Gefieder der Jungtiere jedoch noch nicht so ausgebildet ist, dass der Regen davon abperlt, saugt es sich mit Wasser voll. Und da wir nur fünf Grad hatten, als der Regen kam, haben sich die Kleinen erkältet und sind eingegangen“, sagt Zander.

In Uetze und Dachtmissen haben die Tiere laut Zander später zu brüten begonnen: „Da ist noch gar nichts zu sehen.“ In Obershagen habe in der vergangenen Woche eines der zwei geschlüpften Störchenjungen tot vor dem Nest gelegen. In Dedenhausen hätten bisher alle vier überlebt. Auch dem einzigen Burgdorfer Storch gehe es dem Augenschein nach gut. In Steinwedel sei noch eines von ursprünglich zwei Jungtieren zu sehen. In Immensen sind noch zwei im Horst, in Arpke leben noch zwei von ursprünglich drei Jungstörchen.

Um den Bestand zu erhalten, legen Störche in der Regel drei bis fünf Eier, sagt Zander. Je nach Nahrungsangebot und Wetterlage werden jedoch nicht alle Jungtiere aufgezogen: „Wenn es zu wenig Nahrung gibt, werfen die Eltern schon mal ein Junges aus dem Nest, um wenigstens die anderen durchzubringen.“

Von Sandra Köhler

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