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Uetze Schulbibliothek Uetze umfasst gut 2900 Bücher
Umland Uetze Schulbibliothek Uetze umfasst gut 2900 Bücher
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00:17 11.02.2019
Anne (von links), Nenya und Linus schmökern in der Leseecke. Quelle: Sandra Köhler
Uetze

 In Kürze steht es an: Die Erstklässler der Grundschule Uetze bekommen eine Führung durch die Schulbücherei. Wo stehen die Titel, die mit ihrer großen Schrift oder wegen eingestreuter Bilder für Leseanfänger besonders geeignet sind? Wo gibt es Lektüre über Pferde, Abenteuergeschichten oder Comics? Auf diese Art Lust zu machen auf Lesen und den Grundschüler solcherart die Tür zur Welt des Wissens und der Phantasie aufzutun: Darum kümmert sich Uta Krieger-Juhnke seit etwa fünf Jahren mit anderen Müttern ehrenamtlich.

Jeden Freitag von der ersten bis zur dritten Stunde ist die Schulbücherei geöffnet. Aus etwa 2900 Büchern können alle Schüler, deren Eltern das erlauben, jeweils für zwei Wochen einen Schmöker ausleihen. So wie es sich gehört, mit eigener Lesekarte, auf der Name und Klasse verzeichnet sind. „Jeder Jahrgang bekommt eine eigene Farbe“, sagt Krieger-Juhnke, die die Karten zu Hause erstellt und laminiert. Die gerade von Mädchen heißgeliebten Pferdebücher, „Die drei ???“, Dauerbrenner in der Gunst der Jungleser, gibt es hier ebenso wie Gregs Tagebuch, Beastquest und die Reihe „Das magische Baumhaus“.

Für manche Kinder ist die Bücherei der Grundschule Uetze der Ort des ersten Kontaktes mit Büchern. Ansprechend gestaltet, mit Leseecke, Wandbildern und Beratung, macht sie Lust auf mehr.

„Eigentlich wollte ich das nie auch noch neben dem Beruf machen“, sagt die Leiterin der Schulbücherei: „Aber es macht Spaß.“ Als wissenschaftliche Bibliothekarin hat sie – wenn auch aus einem anderen Blickwinkel – reichlich Erfahrung mit der Materie, sie ist dementsprechend auch für Neuanschaffungen zuständig. Der Förderverein der Schule gibt 500 Euro jährlich für Neuanschaffungen, die Gemeinde Uetze unterstützt die seit fast 20 Jahren existierende Bücherei mit 200 Euro im Jahr. Welche neuen Bücher ins Regal wandern, dafür wünscht sich Krieger-Juhnke noch mehr Anregungen von Kindern und Eltern. „Da kommt recht wenig. Wenn die Kinder mir etwas sagen, versuche ich, es so schnell wie möglich zu besorgen.“ Auch mit Ruth Andresen, der Leiterin der Bücherei Uetze, sei sie öfter im Gespräch über passende Lektüre. „Weil ich aus dem wissenschaftlichen Bereich komme, bekomme ich nicht die üblichen Kataloge. Da ist der Austausch mit ihr sehr hilfreich.“

Neue Was-ist-Was-Bücher kommen gut an

Grundsätzlich gilt: Was schön aufgemacht ist, wird auch gelesen. „Ich habe im vergangenen Jahr neue Was-ist-Was-Bücher angeschafft. Seitdem wird die Reihe wieder mehr auch ausgeliehen“, hat die Büchereileiterin beobachtet. Mit dem Aussortieren tue sie sich persönlich eher schwer, sagt sie. „Aber die anderen Mütter sind da rigoroser.“ Bei Zeit und Gelegenheit durchforsten die Damen Regal für Regal. Was nicht der neuen Rechtschreibung entspricht, wird aussortiert. Ebenso Bücher, die älter sind und lange nicht mehr ausgeliehen wurden. „Ich habe eine Nummer auf der Uetzer Börse und versuche, die noch zu verkaufen“, sagt Krieger-Juhnke. Was nicht weggeht, gibt sie in einen Secondhandladen. „Mir widerstrebt, die Bücher ins Altpapier zu geben.“

Wie lesefreudig die Kinder sind, und wie oft sie sich in der Bücherei sehen lassen: Das ist von Jahrgang zu Jahrgang unterschiedlich. Gar so Bücher verrückt wie zur Zeit, als sie mit dem Ehrenamt anfing, seien die Kinder aktuell nicht. „Damals fragten die Viertklässler, ob sie nicht mehr Bücher auf einmal ausleihen könnten. Und ich habe ganz viele neue Bücher anschaffen müssen“, erinnert sich Krieger-Juhnke. Doch die Bücherei werde erfreulich rege genutzt. „Im ersten Jahrgang kommen die Klassen mit ihren Lehrerinnen, danach kommen die Schüler alleine. Und es gibt nur wenige Kinder an dieser Schule, die ich nicht kenne.“

Der Förderverein unterstützt nicht nur die Bücherei

Bei der Gründung des Fördervereins der Grundschule im Jahr 2001 sei auch die Schulbücherei angelegt worden, hat Uta Krieger-Juhnke in Erfahrung gebracht. Die Vizevorsitzende des Fördervereins, Sabrina Barm, gehört auch zum Team der Mütter, die sich in der Schulbücherei engagieren. „Es ist uns wichtig, das zu unterstützen, weil Lesen wichtig ist.“ Doch der Förderverein tut noch mehr: Er organisiert monatlich ein gesundes Frühstück, regelmäßige Kinonachmittage für alle nahezu 400 Schüler, ist bei Sport- und Schwimmfesten und dem Fahrradparcours am Start, hat diverses Spielzeug angeschafft, das die Grundschüler in den Pausen ausleihen können. Auch für die jährlichen Autorenlesungen zeichnet der 100 Mitglieder zählende Verein verantwortlich. Auf die geplante Veranstaltung mit Ingo Siegner freut sich Barm besonders. „Bei dem stehen wir schon länger auf der Warteliste.“.“

Von Sandra Köhler

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