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Uetze 1000 Kilometer im Jahr sitzen die Edelweiß-Radler im Sattel
Umland Uetze 1000 Kilometer im Jahr sitzen die Edelweiß-Radler im Sattel
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00:19 29.04.2019
Friedhelm Naujoks (links) und Hans-Werner Berger (vorn rechts) führen die Radlergruppe auf der jüngsten Fahrt von Uetze nach Gifhorn an. Ihnen folgen Reinhard Degotschin (verdeckt, von links) Hans-Helmut Knoche und Werner Fricke. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
Altmerdingsen

„Ich fahre gern Fahrrad. In der Gruppe macht es noch mehr Spaß“, sagt Hein Degotschin aus Katensen. „Radfahren ist gut für die Gesundheit“, ergänzt der Hänigser Hans-Werner Berger. Beide gehören zu einer Gruppe von Ruheständlern, die sich Radlergruppe Edelweiß Crätze-Altmerdingsen nennt und seit drei Jahren alle 14 Tage donnerstags Radtouren unternimmt. Die meisten von ihnen stammen aus dem Uetzer Ortsteil Altmerdingsen. Mit dem Namen wollen sie an den einstigen Radfahrerverein Edelweiß Crätze-Altmerdingsen erinnern.

Das erste Mal haben sich die Radler am 31. März 2016 am Bahnhof in Dollbergen getroffen, um mit dem Zug nach Elze-Bennemühlen zu fahren. Von dort aus sind sie mit dem Rad rund 40 Kilometer nach Hause gestrampelt. Das hat ihnen nach eigenen Angaben so viel Spaß gemacht, dass sie verabredeten, ähnliche Touren im Zweiwochenrhythmus zu machen. Auf Donnerstag hätten sie sich verständigt, weil dann alle fast immer Zeit hätten, sagt Altmerdingsens Ortsbürgermeister Reinhard Degotschin, der ebenfalls zur Gruppe gehört.

50 bis 60 Kilometer lang ist jede Tour

„Wir fahren meistens um die 50 bis 60 Kilometer. Es waren auch schon Strecken mit mehr als 80 Kilometer dabei“, berichtet Friedhelm Naujoks, der die Touren oft leitet. Auch Kälte kann den Männern nichts anhaben. „Nur wenn Dauerregen angesagt ist, verzichten wir auf die Tour“, erzählt Naujoks. Das nächste Ziel legen sie vor jeder Radwanderung gemeinsam fest. Ein Kriterium: An der Strecke soll eine Einkehrmöglichkeit liegen. „Manchmal besichtigen wir auch etwas“, sagt Naujoks. So haben sie sich in Müden das Heimatmuseum zeigen lassen, in Peine die Stahlwerke und in Wunstorf den Fliegerhorst besichtigt. Andere Ziele waren das Artenschutzzentrum in Leiferde, das Flugzeugmuseum in Laatzen, die Schleuse in Oldau, der Celler Weihnachtsmarkt, das Kinomuseum in Vollbüttel, der Malerhof in Voigtholz und der Springhorstsee.

Laut Naujoks radelt die Gruppe auf diese Weise rund 1000 Kilometer im Jahr. 2018 waren es sogar 308 Kilometer zusätzlich. Denn die Gruppe hat erstmals mehrere Tage hintereinander unterwegs – und zwar auf dem Havelland-Rundweg.

Ruheständler aus der Gemeinde Uetze treffen sich regelmäßig zu Radtouren.

Fürs Stadtradeln musste ein Name her

Die Radlergruppe beteiligt sich zudem in jedem Jahr am Stadtradeln. Als sie sich das erste Mal für den Wettbewerb angemeldet hat, brauchte sie einen Namen. Da erinnerte sie sich an den Radfahrerverein Edelweiß Crätze-Altmerdingsen, dessen Fahne im Altmerdingser Schützenheim hängt. „Er ist um 1900 gegründet worden“, sagt Reinhard Degotschin, „und löste sich schon vor 1930 wieder auf“, fügt Hans-Helmut Knoche hinzu. Die Gruppe hat sich blaue Polohemden mit einem Vereinsemblem anfertigen lassen. Über dem Abzeichen steht „All Heil“. „Das ist ein alter Radfahrergruß, der auch auf der Vereinsfahne im Schützenheim steht“, erläutert Naujoks.

Neue sind willkommen

Wer sich den Edelweiß-Radlern anschließen möchte, ist laut Reinhard Degotschin willkommen. Bei ihm erhalten Interessenten auch nähere Auskunft unter Telefon (05147) 1749. Die nächste Tour ist für Donnerstag, 2. Mai, ab 10 Uhr geplant. Wohin es geht, ist noch nicht entschieden. „Das entscheiden wir meist zwei, drei Tage vorher. Davon hängt dann auch ab, wo wir uns treffen“, sagt er.

Gemeinsam mit dem Fahrrad unterwegs

Wer lieber in Gesellschaft Rad fährt, kann sich auch den geführten Touren des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) anschließen. In Uetze bietet er jeden Donnerstag einen Ausflug an. Im wöchentlichen Wechsel erkunden Monika Arnold und Rainer Schlimme mit den Radlern am Nachmittag oder zum Feierabend die Umgebung. Jeden zweiten und vierten Donnerstag im Monat startet die Nachmittagstour um 14 Uhr, an den anderen Donnerstagen gibt es eine Feierabendtour ab 18 Uhr. Treffpunkt ist stets auf dem Hindenburgplatz in Uetze.

Für Sonnabend, 1. Juni, ist ein längerer Ausflug geplant: Start ist um 9.30 Uhr auf dem Hindenburgplatz, von dort geht es an der Aller entlang zur Pfennigbrücke und zum Markt in Celle. Eine gemütliche Maitour führt am Mittwoch, 8. Mai, durch den Beerbusch zum Seerosenteich und von dort zum Eisenzeithaus in Grafhorn, wo die Radfahrer einkehren können. Start ist um 14 Uhr auf dem Spittaplatz in Burgdorf.

Der ADFC geht auch von Burgdorf aus jede Woche auf Tour. Treffpunkt ist stets der Spittaplatz mitten in der Stadt. Jeden Dienstag ab 18 Uhr starten die Feierabendtouren. Jeden zweiten Mittwoch im Monat bietet der ADFC Nachmittagstouren an, Start jeweils 14 Uhr. Für jeden ersten und zweiten Donnerstag im Monat bereiten die Tourleiter Halb- oder Ganztags-ausflüge vor; Start ist dann 9.30 Uhr.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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