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Uetze 250 Trecker rollen zum Selbstzünder-Treffen in Hänigsen
Umland Uetze

Uetze: 250 Trecker rollen zum Selbstzünder-Treffen in Hänigsen

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14:12 29.09.2019
Der 76-jährige Willi Giere aus Röhre besucht seit Jahren das Selbstzündertreffen. Er besitzt einen Güldner ADK 9 W von 1958. Quelle: Mark Bode
Hänigsen

Die Anreise haben Friedo Angermeier, Dieter Koob und Gerd Litzenroth genossen. „Man sieht unterwegs viele Dinge, die man beim normalen Autofahren gar nicht wahrnimmt“, sagte Angermeier lächelnd. Die drei Mitglieder des Vereins Achsengiganten haben die 120 Kilometer lange Anreise aus Luhdorf nahe Winsen (Luhe) nach Uetze-Hänigsen jeweils auf ihren Treckern zurückgelegt. Ihr Ziel: das 35. Alttraktor- und Nutzfahrzeugtreffen des Vereins Die Selbstzünder.

Für die drei Oldtimerfreunde gehört diese Fahrt Ende September immer zum Jahresablauf dazu. „Das ist der Abschluss der Saison, danach geht es in die Winterpause“, erklärte Koob. Und Litzenroth schob nach: „Wenn es Frühling wird, dann kribbelt es bei uns allen aber wieder gewaltig.“

„Wir erhalten technisches Kulturgut“

Dass Besucher und Teilnehmer das Selbstzündertreffen nicht verpassen wollen und sogar aus Sachsen-Anhalt, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein anreisen, spricht für die Veranstaltung. „Es qualmt und stinkt bei uns nicht nur, wir erhalten technisches Kulturgut“, sagte Armin Bauer von den Selbstzündern. „Es ist praktisch ein Freiluftmuseum – man kann alles sehen, fühlen und sich ausgiebig erklären lassen“, ergänzte Uwe Bade.

Rund 250 Trecker und weitere 100 Exponate sind an zwei Tagen zu bestaunen. Das Organisationsteam der Selbstzünder, zu dem nahezu alle 50 Mitglieder gehörten, stellte das Treffen in diesem Jahr unter das Motto „Schlepper aus Niedersachsen“. So gab es für die Besucher besonders viele Modelle des Herstellers Hanomag zu entdecken, aber auch welche des Laatzener Unternehmens Hoffmann sowie zahlreiche, die nicht direkt aus Niedersachsen stammten.

Die Leidenschaft für alte Fahrzeuge verbindet die Selbstzünder-Fans.

Michael Bollwegs Lanz HR2 sorgt für großes Aufsehen

Dazu zählte Michael Bollwegs knatternder Lanz HR2 aus dem Jahr 1927, den der Besitzer aus Schleswig-Holstein mitgebracht und damit bei den Besuchern für großes Aufsehen gesorgt hat. „Das war der erste in Deutschland gefertigte Trecker“, erklärte Bollweg, der in seiner Heimat Vorsitzender eines Lanz-Clubs ist. Das Fahrzeug mit einem Zylinder und 28 PS erreicht sechs Stundenkilometer. „Es ist aber noch gut in Schuss und fahrtüchtig“, betonte Bollweg mit Stolz. Für ihn sind alte Trecker „eine große Leidenschaft“. Seit Jahrzehnten ist er mit den Selbstzündern verbunden und reist jährlich zum großen Event an.

Der Lanz HR2 aus dem Jahr 1927 von Michael Bollweg sorgt für Aufsehen auf dem Hänigser Schützenplatz. Quelle: Mark Bode

„Es ist mein Leben, an alten Treckern zu arbeiten“

Der gelernte Landmaschinenmechaniker Bernd Bellhausen aus Clauen im Landkreis Peine ist ebenfalls Stammgast in Hänigsen und reist seit drei Jahrzehnten an. „Es ist mein Leben, an alten Schleppern zu arbeiten“, sagte er. Bellhausen schätzt den Austausch mit den anderen fachkundigen Ausstellern und Besuchern. „Es ist auch eine große Tauschbörse.“ Er legte die Strecke vom Heimatort mit seinem Hanomag R 3545 in eineinhalb Stunden zurück.

Willi Giere brauchte mit seinem Güldner ADK 9 W von 1958 aus Röhrse bei Peine eine Stunde. Um seine Sicherheit sorgte er sich bei der Fahrt nicht. „Man nimmt mich auf jeden Fall wahr – denn überhören kann man den Trecker nicht“, sagte er lachend. Der 76-Jährige war ebenfalls sehr am Austausch mit anderen Sammlern und Bastlern interessiert. „Wenn einer schwarze Fingernägel hat, dann weiß man: Das ist ein Treckerschrauber.“

Von Mark Bode

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