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Uetze Belasteter Boden: Friesen-Fußballer planen neues Vereinsheim
Umland Uetze Belasteter Boden: Friesen-Fußballer planen neues Vereinsheim
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16:34 12.03.2019
Das Hänigser Sportheim steht auf einer früheren Müllkippe. Der Untergrund ist daher mit Schadstoffen belastet. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller (Archiv)
Hänigsen

Eine Sanierung des maroden Hänigser Sportheims für 1,4 Millionen Euro ist wohl endgültig vom Tisch. Nach Einschätzung des Vorsitzenden der Fußballabteilung des TSV Friesen Hänigsen, Frank-Michael Voigt, zeichnet sich ab, dass ein Investor für die Fußballer neben dem C-Platz des Stadiongeländes ein neues Gebäude errichten könnte. Voigt berichtete in der Jahresversammlung der Sparte über die „positiven und offenen Gespräche“, die die Arbeitsgruppe „Stadion Hänigsen“ des Vereins mit der Gemeindeverwaltung geführt hat.

„Man hatte das Gefühl, dass man unsere Sorgen ernst nimmt und wir auf Augenhöhe diskutieren können“, sagte Voigt. Die Arbeitsgruppe der Sparte habe mehrere Lösungsvorschläge unterbreitet. Der Neubau auf einer Fläche neben dem C-Platz habe sich als praktikabelste Lösung herausgeschält, zumal zu der Fläche eine Zufahrt von der Feldstraße führe. „Dann hätten die Fußballer erstmals ein echtes eigenes Vereinsheim, wie es andere wesentlich kleinere Verein in der Gemeinde schon lange haben“, stellte Voigt fest. In dem jetzigen Sportheim am Hänigser Sportheim befinden sich unter anderem auch eine Gaststätte und Wohnungen.

„Das ist zunächst einmal eine Idee, die noch zu Ende gedacht werden muss“, teilte Gemeindesprecher Andreas Fitz auf Anfrage mit. Wenn ein Investor baue, wäre nicht die Gemeinde, sondern der Verein Mieter des Neubaus, gibt er zu bedenken.

Jetziges Vereinsheim steht auf ehemaliger Müllkippe

Nicht nur die hohen Kosten sprechen gegen eine Sanierung des Sportheims. Es steht auf einer ehemaligen Müllkippe, auf der in den 1960-er Jahren auch die Stadiontribüne gebaut worden ist. Laut Fitz liegt der Gemeinde seit 14 Tagen „das endgültige Gutachten“ über die einstige Mülldeponie vor. „Daraus ergibt sich, dass derzeit davon keine akute Gefahr ausgeht“, sagt Fitz. Allerdings reiche der mit Schadstoffen belastete Abfall fast bis an die Oberfläche. Weil es im Sportheim Probleme mit dem Abwassersystem gibt, müsste man bei einer Sanierung Erdarbeiten vornehmen, und zwar im belasteten Bereich.

Nach Voigts Ansicht verteuert die Schadstoffbelastung den geplanten Abriss der Stadiontribüne, die in einem baufälligen Zustand ist. Nach seinen Worten können sich die Friesen-Fußballer „eine Sanierung mit einem Anteil an Eigenleistungen durchaus vorstellen“. Derzeit prüfe die Verwaltung, ob ein Abbau der Tribüne noch ratsam ist, berichtet Fitz. Eine entscheidende Frage sei dabei, welche Schadstoffe dort deponiert worden sind.

Wegen der Schadstoffbelastung ermahnte Voigt die ehrenamtlichen Helfer der Sparte, bei der Pflege der Sportanlage keine Erdarbeiten im belasteten Bereich vorzunehmen.

Nils Bork löst Ralf Ketz ab

Die Fußballabteilung des TSV Friesen Hänigsen hat einen neuen stellvertretenden Vorsitzenden. In der Jahresversammlung der Sparte wählten die Mitglieder den aktiven Spieler Nils Bork zu Ralf Ketz’ Nachfolger. Ketz war aus familiären Gründen nicht wieder zur Wahl angetreten. Außerdem bestätigte die Versammlung Beate Eisermann als Jugendleiterin. Eisermann war zuvor von der Jugendabteilung der Sparte gewählt worden. Mit einem Präsent ehrte Abteilungsleiter Frank-Michael Voigt Klaus Kohlmeyer, der mehr als 30 Jahre ehrenamtlich für die Sparte tätig war. Krankheitsbedingt scheidet Kohlmeier als Kassierer bei Heimspielen aus. fs

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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