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Uetze Bewegung tut Jungbullen vom Heidhof gut
Umland Uetze

Uetze: Bewegung tut Jungbullen vom Heidhof gut

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18:27 20.08.2019
Diese Jungbullen hält Bauer Stolze auf einer Weide direkt neben dem Heidhof. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
Schwüblingsen

Weidetierhaltung von Bullen ist auch in der ökologischen Landwirtschaft nicht Standard. Seit Juni haben rund 50 Jungbullen Auslauf auf einer vier Hektar großen Grünlandfläche am Heidhof, die direkt am Stall liegt. Ihr Futter erhalten sie im Gebäude. Mehrmals pendeln die Tiere, die acht Monate bis anderthalb Jahre alt sind, von allein zwischen Stall und Weide. „Sie haben ihren eigenen Rhythmus gefunden“, sagt Stolze. Seine anfängliche Befürchtung, dass die jungen Bullen wegen der vielen Bewegung nicht so schnell an Gewicht zulegen, sei nicht eingetreten. Im Gegenteil: Sie bildeten sehr viel Muskelmasse. Das zahle sich bei der Fleischqualität aus, gibt sich der Biolandwirt überzeugt.

Laut Stolze messen die Jungbullen hin und wieder bei Rangkämpfen ihre Kräfte. Das passiere aber nicht so häufig, wie er erwartet hatte. „Mit der Weidetierhaltung ist Ruhe in die Herde gekommen“, sagt der Biobauer. Das liege womöglich daran, dass die Tiere auf der Weide viel Platz haben, um einander auszuweichen.

Elektrozaun hindert Jungbullen am Ausbrechen

Zur Endmast kommen die größeren Jungbullen wieder in einen Stall am Schwüblingser Ortsrand. Dieser Stall hat einen Außenbereich, aber keine Weide. Jüngere Tiere ersetzen auf dem Heidhof die aussortierten Bullen.

Um die Jungbullen auf der Weide des Heidhofs halten zu können, hat Stolze die stabile Umzäunung der Weide zusätzlich mit einem Elektrozaun gesichert. Dieser soll verhindern, dass die Kraftprotze ausbrechen. Zuvor hatte er den Stall noch entkernt, einen neuen Fußboden eingebaut und eine neue Stalleinrichtung installiert.

Die Legehennen können tagsüber im Freien scharren und picken. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Die Pacht des Heidhofs eröffnete Stolze, der bisher Hähnchen mästete, die Möglichkeit, auch Legehennen zu halten. Seit Juli hat er im Heidhof-Hühnerstall, den er reaktivierte und modernisierte, 900 Hennen untergebracht. Nach den Vorschriften für den ökologischen Landbau sind 1150 erlaubt. Eine weitere Vorgabe besagt, dass pro Henne vier Quadratmeter Grünauslauf zur Verfügung stehen müssen. „Wir haben hier zwölf Quadratmeter je Henne zur Verfügung“, sagt Stolze.

Im Stall sitzen die Hennen abends auf der Stange

Für Legehennen nach Bioland-Regeln ist ein Wintergarten vorgeschrieben, weil Hühner weder Schnee noch Regen mögen. Für den Anbau eines Wintergartens an den Hühnerstall benötigte Stolze eine Baugenehmigung. In den Wintergarten können die Hennen zu jeder Tages- und Nachtzeit gehen. „Abends sitzen alle im Stall auf der Stange. Sie haben das Bestreben, nach oben zu gehen“, berichtet Stolze. Tagsüber hielten sich die meisten in der Regel auf der Weide auf. „Die Hähne gehen vorweg und die Hennen hinterher“, sagt der Landwirt.

Mit den bisher gesammelten Erfahrungen bei der Legehennenhaltung ist der Schwüblingser zufrieden. „Die Kämme sind schön rot. Sie sind gut durchblutet. Das ist ein Zeichen, dass die Hennen fit sind.“

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Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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