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Uetze Bitburger will Aktionär bei Avista Oil werden
Umland Uetze Bitburger will Aktionär bei Avista Oil werden
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12:18 28.04.2019
Die Avista Oil AG betreibt die Altölraffinerie in Dollbergen. An diesem Standort sind rund 350 Mitarbeiter beschäftigt.
Die Avista Oil AG betreibt die Altölraffinerie in Dollbergen. An diesem Standort sind rund 350 Mitarbeiter beschäftigt. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
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Dollbergen

Die Bitburger Holding GmbH will als Aktionär bei der Avista Oil AG einsteigen. Sie will Anteile erwerben, die bisher die Core Link GmbH & Co. KG und die Avista Beteiligungsgesellschaft mbH & Co.KG gehalten haben. Diese scheiden als Aktionäre beim Dollberger Unternehmen aus. Die Avista Oil AG betreibt in dem Uetzer Ortsteil eine der größten Altölraffinerien in Europa. Die Bitburger Holding wird 45 Prozent der Avista-Aktien halten.

Milliardärin Klatten ist seit sechs Jahren Aktionärin

Im Rahmen der Transaktion erhöht die SKion GmbH der Milliardärin Susanne Klatten ihre Beteiligung an der Avista Oil AG von 35 auf 45 Prozent. SKion ist bereits seit sechs Jahren im Besitz eines größeren Aktienpakets. SKion ist die Beteiligungsgesellschaft der Unternehmerin Susanne Klatten, die als reichste Frau Deutschlands gilt. Der SKion gehören die Altana AG (Spezialchemie) sowie Beteiligungen an SGL Carbon SE (Kohlenstoffprodukte), der Nordex SE (Windkraftanlagen) und im Bereich Wassertechnologie.

Die restlichen zehn Prozent wird die Dr. Weinberger Management & Consult GmbH halten, die auch bisher schon Avista-Aktionär ist. Das Kartellamt muss die neue Aktionärsstruktur noch genehmigen. „Wir freuen uns, mit diesen starken und langfristig orientierten Gesellschaftern an unserer Seite Avista technologisch weiter zu entwickeln und in neue Märkte zu expandieren“, sagt Marc Verfürth, Vorstandsvorsitzender der Avista Oil AG.

Kein Kommentar zu Minderheitsbeteiligungen

„In der Bitburger Unternehmensgruppe sind die unternehmerischen Aktivitäten der aus der Eifel stammenden Eigentümer zusammengefasst“, heißt es in einer Pressemitteilung der Avista Oil AG. Hauptgeschäftsfeld sei die Herstellung und Vermarktung von Bier und Bierspezialitäten durch die Bitburger Braugruppe. Die Holding halte außer Mehrheitsbeteiligungen am Gerolsteiner Brunnen und am Wuppertaler Werkzeugspezialisten Wera auch Minderheitsbeteiligungen an Unternehmen unterschiedlicher Branchen. Auf die Anfrage dieser Zeitung, weshalb Bitburger bei Avista in Dollbergen einsteigen wolle und ob die Holding schon an anderen Firmen aus der Recycling- oder der Mineralölbranche beteiligt sei, antwortete eine Unternehmenssprecherin: „Leider muss ich Ihnen mitteilen, dass die Bitburger Holding grundsätzlich keine Minderheitsbeteiligungen kommentiert.“

Avista hat 700 Mitarbeiter

Die Avista Oil AG ist aus der 1951 gegründeten Dollberger Firma Haberland hervorgegangen. Sie arbeitet gebrauchte Schmieröle auf und deckt dabei die gesamte Wertschöpfungskette von der Sammlung bis hin zur Vermarktung des aufbereiteten Öls als hochwertige Schmierstoffe ab. Die Aktiengesellschaft beschäftigt an sieben Raffinerie- und Sammelstandorten in Europa und in den USA rund 700 Mitarbeiter. Davon hat etwa die Hälfte ihren Arbeitsplatz am Stammsitz in Dollbergen.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller