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Uetze Einlagen fürs Dorfhaus summieren sich auf 65.000 Euro
Umland Uetze Einlagen fürs Dorfhaus summieren sich auf 65.000 Euro
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16:52 02.05.2019
Die Zukunftswerkstatt will das Gasthaus Zum Bahnhof als Treffpunkt für die Dorfgemeinschaft erhalten. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller (Archiv)
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Dedenhausen

65.000 Euro wären die Dedenhäuser nach aktuellem Stand bereit, für eine Genossenschaft zu geben, die das heutige Gasthaus Zum Bahnhof erwirbt, um es als Treffpunkt für die Dorfgemeinschaft zu erhalten. Das ist nach Darstellung von Ortsbürgermeister Joachim Hutschenreuter das Ergebnis einer Fragebogenaktion.

400 Fragebögen hatte die Zukunftswerkstatt, Ideengeber und Antreiber für das Projekt, im Dorf verteilt. 125 seien bis zum vergangenen Wochenende, an dem die Rückgabefrist abgelaufen war, eingegangen. Den Rücklauf beurteilte Hutschenreuter als ungewöhnlich gut, auch wenn sich mehr als 200 Haushalte noch nicht geäußert hätten. Auf diese werde man erneut zugehen.

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Die Fragebögen sind mittlerweile ausgewertet: Klar bezifferte Einlagen-Zusagen für eine zu gründende Genossenschaft in Höhe von 60.000 Euro lägen vor. Dazu summierten sich allgemein gehaltene unbezifferte Zusagen für Einlagen, die die Zukunftswerkstatt auf rund 5000 Euro schätzt. Das reiche freilich noch nicht für eine Genossenschaftsgründung, für die es einen Betrag von 150.000 Euro brauche, sagt Hutschenreuter.

Gleichwohl will die Zukunftswerkstatt den Kopf nicht in den Sand stecken, kündigte der Ortsbürgermeister an. Wenn am Sonntag, 5. Mai, das Dorf anlässlich des zweiten Dorfflohmarkts mit mehr als 100 Ständen wieder viele Menschen auch von außerhalb anzieht, wolle man mit einem neuen, modifizierten Fragebogen weiter für das Dorfgemeinschaftshaus-Projekt werben und so weitere Einlagengeber gewinnen. Laut Hutschenreuter will die Zukunftswerkstatt auch noch eine eigene Homepage dafür anlegen und ein Treuhandkonto einrichten. Dieses Konto solle sicherstellen, dass alle Einlagen verlässlich zurückgegeben werden könnten, wenn das Projekt am Ende doch nicht zustande kommen sollte.

Hinter der beabsichtigten Genossenschaftsgründung stecken Pläne der Zukunftswerkstatt, die das letzte Gasthaus im Dorf von der jetzigen Betreiberin Renate Geck erwerben und der Dorfgemeinschaft und den Vereinen als Treffpunkt und Ort für Feiern erhalten will.

Von Joachim Dege

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