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Uetze Erse-Brücke wird frühestens 2020 erneuert
Umland Uetze Erse-Brücke wird frühestens 2020 erneuert
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18:14 02.01.2019
Die Erse-Brücke zwischen Eltze und Benrode soll 2020 neu gebaut werden. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
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Eltze/Benrode/Schwüblingsen/Dollbergen

Die Region Hannover hat den Neubau der Erse-Brücke im Zuge der Kreisstraße 127 zwischen Benrode und Eltze noch einmal verschoben. Die Regionsverwaltung rechnet jetzt mit dem Baubeginn frühestens im Jahr 2020.

Nach Auskunft der Regionssprecherin Carmen Pförtner steht das Genehmigungsverfahren für den Bau der neuen Brücke kurz vor dem Abschluss. 2019 will die Region einen Antrag beim Land Niedersachsen auf eine Förderung nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz stellen. „Wenn alles nach Zeitplan läuft, könnte 2020 Baubeginn sein“, sagt Pförtner. Ursprünglich war der Neubau für 2018 geplant. Die Baukosten wurden damals auf 700.000 Euro geschätzt.

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Nach Einschätzung der Regionsverwaltung ist die Brückenbrüstung, die ein tragender Teil der Konstruktion ist, nicht mehr stabil genug. Weil bei einem Unfall auf der Brücke ein Fahrzeug gegen die Balustrade geschleudert werden könnte, ist seit 2017 im Bereich der Bücke nur eine Höchstgeschwindigkeit von 50 Stundenkilometer erlaubt.

Nach Beobachtungen des Eltzer Ortsbürgermeisters Hans-Hermann Brockmann hält sich dort kaum ein Autofahrer an Tempo 50. „Weil es für die Verkehrsteilnehmer nicht nachvollziehbar ist“, sagt Brockmann. Auch bei Tempo 50 könne ein Unfall passieren und dabei ein Lastwagen oder ein landwirtschaftlicher Zug gegen die Brüstung stoßen. „Meines Wissens hat sich in den vergangenen Jahrzehnten nur ein Unfall in Nähe der Brücke ereignet. Da ist jemand gegen einen Baum gefahren, der neben der Brücke stand“, berichtet Brockmann.

Der Eltzer Ortsrat hatte in seiner Dezembersitzung darüber beraten, dass während der Brückenerneuerung die K 127 gesperrt sein wird und ortskundige Autofahrer dann über den Abbeiler Weg von Benrode nach Eltze fahren würden. Er hatte gefordert, dass der Abbeiler Weg vorher ausgebessert werden müsse, damit dieser nicht vollständig zerfahren werde.

Anders als beim Brückenbau hält die Regionsverwaltung an dem Zeitplan fest, 2019 den Radweg entlang der Kreisstraße 132 zwischen Schwüblingsen und Dollbergen anzulegen. Er wird voraussichtlich eine halbe Million Euro kosten. In den neunziger Jahren ist die Überführung über die ICE-Strecke Hannover-Wolfsburg-Berlin gleich so breit gebaut worden, dass auf der Brücke noch Platz für einen Radweg ist.

Auf der Bahnüberführung zwischen Dollbergen und Schwüblingsen ist auf der Nordseite Platz für einen Radweg. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Der Schwüblingser und der Dollberger Ortsrat fordern schon seit 20 Jahren eine separate Fahrspur für Radler neben der K 132. Ein Argument lautet, dass Grundschüler aus Schwüblingsen die Löwenzahnschule in Dollbergen besuchen. Wenn es einen Radweg gäbe, könnten sich Grundschüler aus beiden Orten nachmittags gegenseitig gefahrlos mit dem Drahtesel besuchen.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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