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Uetze Exportschlager: In Polen wächst die Nachfrage nach Uetzer Zwiebeln
Umland Uetze

Uetze Exportschlager:In Polen wächst die Nachfrage nach Uetzer Zwiebeln

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15:03 11.09.2019
Die angelieferten Zwiebeln werden bei der Uetzer Zwiebel GmbH in Dollbergen mit Förderbändern in die Lagerhallen befördert. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
Uetze

Die Uetzer haben gerade wieder erfolgreich und fröhlich ihr Zwiebelfest gefeiert – doch die Ernte ist im Raum Uetze längst noch nicht abgeschlossen. „Wir haben etwa ein Drittel im Lager“, sagt Wolfgang Wrede, Geschäftsführer der Raiffeisen-Warengenossenschaft (RWG) Osthannover. Er geht davon aus, dass die Zwiebelernte angesichts der Vorhersage von schönem Wetter jetzt richtig Fahrt aufnimmt. Der heiße Sommer hat allerdings den Ertrag gemindert.

„Mengenmäßig wird es eine durchschnittliche Ernte geben“, sagt Wrede. Es fehlten die Übergrößen. Negativer klingt das Urteil des Schwüblingser Landwirts und Vorsitzenden Landvolk-Kreisverbands Hannover, Holger Hennies. „Insgesamt sind die Erträge sehr mittelmäßig.“ Sein Uetzer Berufskollege Heinrich Wrede spricht von einer „eher etwas unterdurchschnittlichen Ernte“.

Hitze hat Zwiebeln geschadet

Nach Wolfgang Wredes Angaben ernten die Landwirte auf einem Hektar 40 bis 45 Tonnen. Im vorigen Jahr seien es fünf bis zehn Tonnen mehr gewesen. „Wegen der lang anhaltenden Trockenheit hat es an Wasser gefehlt“, erklärt er die Ertragseinbußen. Nach Hennies’ Worten hat die Hitze mit Temperaturen um 40 Grad Celsius den Zwiebeln noch mehr geschadet als die Trockenheit. „Die extreme Hitze und die gleichzeitige hohe Sonneneinstrahlung haben zu Blattschädigungen geführt“, berichtet Heinrich Wrede. Daher seien die Zwiebeln nicht so groß wie sonst. „Die Züchtung ist jetzt gefordert“, sagt der Uetzer Landwirt. Sie müsse Pflanzen entwickeln, die sich besser an den Klimawandel anpassen.

Goldgelb sehen die diesjährigen Zwiebeln aus. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

„Einige Flächen sind stark von Hagel betroffen gewesen“, erinnert sich Hennies. Die Hagelkörner hätten den Lauch abgeschlagen. Die Folge: „Die Zwiebeln reifen vorzeitig ab.“ Der Ertrag falle somit auf den Äckern mit Hagelschäden geringer aus.

Die Qualität ist gut

An der Qualität hat Wolfgang Wrede nichts auszusetzen: „Sie ist gut. Die Zwiebeln sehen gut aus und sind gelb.“ Sie hätten keine Wasserflecken, ergänzt Heinrich Wrede.

Der Erzeugerpreis liegt laut Wolfgang Wrede derzeit bei 15 Euro je Doppelzentner. „Mit dem Preis kommen die Landwirte klar“, sagt er. Im vorigen Jahr habe er bei mehr als 30 Euro gelegen. 2018 sei ein absolutes Ausnahmejahr gewesen, weil es da in ganz Westeuropa zu trocken gewesen sei. „In diesem Jahr hat Holland eine sehr gute Ernte“, berichtet Wolfgang Wrede. Die Ernte in den Niederlanden sei maßgeblich für den Zwiebelmarkt in Europa.

In Polen, Tschechien und der Slowakei hingegen falle die Ernte wegen der dortigen Trockenheit schlecht aus. „Da entwickelt sich für uns eine gute Nachfrage“, sagt Wolfgang Wrede. Daher hofft er, dass sich der jetzige Erzeugerpreis stabilisiert und eventuell zum Winter anzieht.

Für die Uetzer Zwiebel GmbH, eine Tochter der RWG Osthannover, bauen Landwirte auf 350 Hektar Zwiebeln an. Die Ernte wird in Hallen in Dollbergen eingelagert. Die Lagerkapazität beträgt 21.300 Tonnen.

Die Betriebsleiter der Uetzer Zwiebel GmbH, Hans-Jürgen Giere (links) und Henning Grove, können in Dollbergen 21.300 Tonnen Zwiebeln einlagern. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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