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Uetze Gemeinde fordert Lärmschutzwall an neuer Kieskuhle
Umland Uetze

Uetze: Gemeinde Uetze fordert Lärmschutzwall an neuer Kieskuhle

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18:23 20.11.2019
Derzeit baut die Firma Holcim bei Uetze in einer Kiesgrube zwischen dem Haarschlag- und dem Schafstallweg Kies ab. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
Uetze

Der Verwaltungsausschuss der Gemeinde Uetze fordert als Lärmschutz vor Geräuschen, die künftig vom Kiesabbau der Firma Holcim am Katenser Weg ausgehen, einen Wall im Norden der dort geplanten Kiesgrube. Das Unternehmen hat für sein Uetzer Kieswerk bei der Region Hannover einen Änderungs- und Erweiterungsantrag gestellt. Holcim will die erlaubte Abbaumenge auf 300.000 Tonnen im Jahr verdoppeln und das seit 2004 genehmigte Abbaugebiet nach Süden erweitern.

Zurzeit fördert Holcim Kies zwischen dem Schafstall- und dem Haarschlagweg. Außerdem sind 2004 Abbaufelder zwischen dem Haarschlagweg und dem Katenser Weg genehmigt worden. Diese reichen im Norden fast bis an die Wohnbebauung auf der Ostseite des Katenser Wegs heran. Dort will Holcim laut dem Erweiterungs- und Änderungsantrag beim Trockenabbau Radlader einsetzen. „Die prognostizierte Lärmbelastung wird in diesem Bereich unter ungünstigen Bedingungen Grenzwerte überschreiten“, stellt Uetzes Umweltsachbearbeiter Johannes Leßmann in einer Ratsdrucksache fest.

Holcim will Eichenreihe pflanzen

Bislang will Holcim im Norden der genehmigten Fläche zwischen Haarschlagweg und Katenser Weg eine 360 Meter lange Eichenreihe pflanzen. Sie soll eine 260 Meter lange Baumreihe ersetzen, die dem Kiesabbau auf dem Abbaufeld weichen soll, das das Unternehmen zurzeit zwischen dem Schafstall- und dem Haarschlagweg ausbeutet. Die neuen Eichen könne Holcim auf dem Wall oder dahinter pflanzen, sagt Bürgermeister Werner Backeberg.

Die Gemeinde Uetze will den Wall laut Backeberg auch in Hinblick auf die geplante Baulandentwicklung am südwestlichen Rand der Ortschaft Uetze. Im Flächennutzungsplan der Kommune ist dort Bauland ausgewiesen, das sich in einem Halbkreis vom Katenser Weg bis zur Burgdorfer Straße erstreckt. Die Gemeinde hat inzwischen mit Grundeigentümern Optionsverträge für den Ankauf von Flächen an der Burgdorfer Straße abgeschlossen. „Zum Jahresanfang soll die Planung beginnen“, sagt Backeberg.

Arbeitszeit soll auf acht Stunden am Tag begrenzt werden

Um die Lärmbelästigungen für die Bewohner der Häuser am Katenser Weg zu verringern, schlägt der Verwaltungsausschuss auch vor, die Arbeiten für den Trockenabbau auf acht Stunden pro Tag in der Zeit von 7 bis 20 Uhr zu beschränken.

Die Gemeine will, dass die Region Hannover noch einen weiteren Punkt im Antrag der Firma Holcim ändert: Die Baumreihe soll auf dem Abbaufeld, auf dem Holcim momentan Kies gewinnt, stehen bleiben, wie es im Genehmigungsbescheid von 2004 festgeschrieben ist. „Bei einem so großen Projekt muss eine Überkompensation denkbar sein“, sagt Backeberg. Hingegen hatte kürzlich ein Landschaftsplaner der Firma Holcim im Umweltausschuss des Rates erklärt, dass die eingereichten Pläne bereits mehr Ausgleichsmaßnahmen als erforderlich vorsähen.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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