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Uetze Feuerwehr muss nach Gewitter Zeltlager der Pfadfinder räumen
Umland Uetze

Uetze: Gewitter: Feuerwehr muss Zeltlager der Pfadfinder evakuieren

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00:17 11.06.2019
Schützenchef Donald Albrecht (links) und Frank Hacke, Leiter des kommunalen Eigenbetriebs Gebäudeservice und Bauhof sehen sich am Sonnabendmorgen die Eiche an, die auf das Schützenheim gefallen ist. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
Uetze

Mehr als 90 junge Pfadfinder und ihre Betreuer wurden in der Nacht zum Sonnabend ihn ihrem Zeltlager in der Gemarkung Katensen von dem schweren Gewitter überrascht, das über die Region hinwegzog. Die Feuerwehr wurde gegen 22.50 Uhr alarmiert, denn nach Angaben von Sprecher Uwe Richter mussten die Kinder, Jugendlichen und Betreuer ihre Zelte teilweise aufgeben. Die Rettungskräfte fanden sie völlig durchnässt und geschockt in der Kälte sitzend vor.

„Aufgrund dieser Situation wurde unverzüglich die Evakuierung des Zeltlagers begonnen und die Teilnehmer vorerst im Feuerwehrhaus Dollbergen untergebracht“, sagt Richter. Seinen Angaben zufolge brachten sie die Feuerwehrleute aus Dollbergen erst einmal ins Gerätehaus und versorgten sie mit Suppe und heißen Getränken, bis Angehörige die Teilnehmer abholten. „Aber nicht alle Familien haben wir erreicht“, ergänzt Gemeindebrandmeister Tobias Jacob. Deshalb kamen einige für die weitere Nacht im Pfadfinderheim Burgdorf am Dachtmisser Weg unter – erst gegen 1.45 Uhr war die Evakuierung abgeschlossen. „Bis auf eine kleinere Blessur, die aber nicht ärztlich versorgt werden musste, gab es zum Glück keine Verletzten“, sagt Richter.

Das Gewitter ging offenbar sehr lokal nieder: Die DLRG-Jugend Burgdorf, die seit Freitagabend auf dem Gelände des Freibads Am Nassen Berg im Zeltlager wohnt, vermeldet am Sonnabend keinen Abbruch des Lagers. „Wir sind weitgehend verschont geblieben“, sagt Vorstandsmitglied Maximilian Heidenreich. Während des Regens seien die Teilnehmer kurz in den Vorraum des Hallenbades umgezogen, hätten aber anschließend weiter in den Zelten wohnen können.

Leitstelle löst Vollalarm aus

Wegen der Vielzahl an Einsätzen löste die Regionsleitstelle gegen 23.05 Uhr sogenannten Unwetter-Vollalarm für die gesamte Gemeinde aus: „Es mussten im gesamten Gemeindegebiet diverse umgestürzte Bäume und größere Äste von Straßen und Gehwegen beseitigt werden“, sagt Richter zur Begründung. Zwischenzeitlich waren nach Aussage des Gemeindebrandmeisters alle neun Ortsfeuerwehren in Bereitschaft.

Eiche stürzt auf neuen Luftdruckstand in Uetze

Den größten Schaden richtete in Uetze ein alte Eiche an, die auf das Dach des neuen Luftdruckstandes gefallen war. „Der Baum war schon lange schwach auf der Wurzel“, sagt Schützenchef Donald Albrecht. Ärgerlich aus seiner Sicht: Er hatte die Gemeinde schon vor mehr als einem Jahr auf die Eiche angesprochen, weil er die Standfestigkeit bezweifelte. Ein Baumgutachter habe allerdings nur den Stamm, nicht aber das Wurzelwerk angeschaut. „Leider hat sich meine Einschätzung nun bestätigt“, sagt Albrecht.

Ärgerlich zudem: Erst in dieser Woche gab es die Schlussabnahme für das neue Gebäude, das der Verein mit Fußboden, Wänden, Dach und Elektronik errichtet hatte. Wie groß der nun entstandene Schaden ist, vermag Albrecht noch nicht abzusehen. Im Laufe des Sonnabends tragen Mitarbeiter des Bauhofs die umgestürzte Eiche ab, dann dichten sie das Dach ab. Auch das Gebäudeinnere, in das der Regen gelaufen ist, muss getrocknet werden. „Und dann hoffe ich, dass ich am Dienstag gleich die Versicherung und Handwerker erreiche“, sagt der Vereinschef.

Weitere Meldungen von der Polizei und Feuerwehr im Gemeindegebiet Uetze lesen Sie im Polizeiticker.

Von Antje Bismark

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