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Uetze Borkenkäferplage: Helfer fällen tote Fichten auf Uetzer Friedhof
Umland Uetze

Uetze: Helfer fällen tote Fichten auf dem Uetzer Friedhof

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06:00 21.08.2019
Auf dem Friedhof erinnern die Stümpfe an die Fichten, die bereits gefällt sind. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
Uetze

Der Borkenkäfer hat weit mehr als 250 Fichten auf dem Uetzer Friedhof den Garaus gemacht. Ehrenamtliche Helfer müssen deshalb zur Säge greifen. Arne Stern und Sören Baars haben im Auftrag des Kirchenvorstands die ersten 130 abgestorbenen Nadelbäume auf dem kirchlichen Gottesacker gefällt.

Die beiden Männer haben mit der Fällaktion zunächst im inneren Bereich des Friedhofs begonnen. Dort rückten sie mit einem Bagger, an dem ein sogenannter Fällgreifer montiert ist, den toten Fichten zu Leibe. Im Innenbereich blieben vorerst zehn abgestorbene Bäume stehen. Ihr Stammumfang war für den Fällgreifer zu groß.

Holzvollernter soll zum Einsatz kommen

Mit den Baumfällungen wollen die Helfer fortfahren, sobald sie wieder Zeit haben. Dann werden sie auch noch die rund 150 toten Fichten abholzen, die am Rand des Friedhofs stehen und die Funktion einer Hecke haben. Dabei wird nach Auskunft von Kirchenvorsteher Harald Stern voraussichtlich ein Harvester, also ein Holzvollernter, zum Einsatz kommen. Der Harvester soll von der Straße aus arbeiten. „Oberstes Ziel ist, keine Schäden an Gräbern zu verursachen“, sagt Stern. Das sei auch bisher fast ausnahmslos gelungen.

Nach Sterns Angaben wollte der Kirchenvorstand zunächst ein Unternehmen mit den Baumfällarbeiten beauftragen. Die Kostenvoranschläge seien aber zu hoch gewesen. „Das von einer Firma machen zu lassen, würde unser Budget für den Friedhof sprengen“, sagt der Kirchenvorsteher. Daher habe der Kirchenvorstand ehrenamtliche Helfer gesucht. Diese mieten nun die Maschinen an, die sie benötigten. So muss die Kirchengemeinde nur die Maschinenkosten tragen.

Befürchteter Kahlschlag ist ausgeblieben

Die bisherigen Baumfällungen haben das Aussehen des Friedhofs kaum verändert. „Wir haben gedacht, dass es sehr kahl aussehen wird“, sagt Stern. Das sei nicht der Fall. An einige Stellen komme jetzt mehr Sonnenlicht. Die Nadelbäume hätten sehr viel Schatten geworfen.

Die gefällten Bäume werden auf einem Teil des Friedhofsparkplatzes zwischengelagert, bis sie zum Abtransport geschreddert werden. „Das ist so mit der Gemeinde abgesprochen, obwohl der Parkplatz der Kirche gehört“, berichtet Stern. Über den Umweltsachbearbeiter Johannes Leßmann habe der Kirchenvorstand bei der unteren Naturschutzbehörde die Genehmigung eingeholt, mit den Arbeiten Mitte August beginnen zu dürfen.

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