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Uetze Baudenkmal verschwindet aus dem Ortsbild
Umland Uetze Baudenkmal verschwindet aus dem Ortsbild
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13:14 29.01.2019
Ein Teil des 200 Jahre alten Fachwerkhauses an der Mittelstraße ist bereits abgerissen worden. Quelle: Martin Lauber
Hänigsen

An der Mittelstraße verändert sich das Ortsbild. Dort wird ein 200 Jahre altes Fachwerkhaus abgerissen. Nach Auskunft des Eigentümers Hans-Jürgen Schmidt ist die Unterhaltung des seit Jahren leer stehenden Baudenkmals zu teuer. Das Bauernhaus ist 1818, also ein Jahr nach dem letzten großen Brand in Hänigsen, errichtet worden. Neubaupläne hat Schmidt nicht.

„Das Dach ist kaputt“, sagt er. Inzwischen sei das gesamte unbewohnte Gebäude instabil. Falls es zusammenbreche und Teile auf das Nachbargrundstück fielen, bekomme er Ärger. Um es zu sanieren und auszubauen, müsse er mehr als eine Million Euro in das Fachwerkhaus stecken. Das Geld könne er nicht aufbringen.

„Für das Gebäude ist schon vor Jahren eine Abbruchgenehmigung erteilt worden und immer wieder verlängert worden“, sagt Regionssprecher Klaus Abelmann. Die Bauaufsicht habe den Abbruch in Absprache mit dem Amt für Denkmalpflege genehmigt. „Der Eigentümer hat den Nachweis erbracht, dass es wirtschaftlich unzumutbar ist, das Haus zu erhalten“, berichtet Abelmann. Die wirtschaftliche Zumutbarkeit sei die Voraussetzung für den Erhalt eines Baudenkmals.

„Wir haben zum Antrag auf eine Abbruchgenehmigung keine negative Stellungnahme abgegeben“, sagt Gemeindesprecher Andreas Fitz. Die Gemeindeverwaltung hoffe, dass die jetzt entstehende Baulücke geschlossen wird. „Damit keine leere Hofstelle im alten Hänigser Ortskern bleibt“, wie Fitz hinzufügt. Vielleicht finde sich im Laufe der nächsten Jahre ein Investor, der dort bauen will.

Ortsbürgermeister Norbert Vanin findet es schade, dass ein weiteres altes Fachwerkhaus aus dem Ortsbild verschwindet. Andererseits sieht auch er das Problem der hohen Unterhaltungsaufwands. „Es war ein leer stehendes Gebäude, das schon lange nicht mehr genutzt wurde“, gibt Vanin zu bedenken.

„Das Haus kann man nicht erhalten“, meint auch der Heimatbund-Vorsitzende Peter Brandes. Daher sei für ihn die Entscheidung, das Gebäude abzureißen, nachvollziehbar. „Es sieht besser aus, wenn es weg ist, als wenn da eine Ruine steht“, sagt Brandes.

Es komme häufiger vor, dass die Behörden für ein Baudenkmal aus wirtschaftlichen Gründen eine Abrissgenehmigung erteilen, berichtet Jörg Giere, Leiter der Burgdorfer Kontaktstelle des bundesweit agierenden Vereins Interessengemeinschaft Bauernhaus. Den Hänigser Fall kennt er nicht. Grundsätzlich könne er aber sagen, dass die meisten unteren Denkmalschutzbehörden gar nicht genügend Personal hätten, um ihnen vorgelegte Gutachten zur Wirtschaftlichkeit gegebenenfalls widerlegen zu können.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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